Kalimera – Griechenlands neue Weine

Von Jens Hoffmann

Bei Retsina fällt den meisten bei Griechenland wohl als erstes ein, ein geharzter Weißwein – Synomym und Relikt aus der langen Weinbauvergangenheit des Landes. Und aus der Zeit, als Weine noch in, mit Kiefernharz abgedichteten, Amphoren transportiert wurden.

Heute setzen neue Weine im Land Akzente.

Eine Reise zu den Weingütern Tetramythos, Domaine Skouras, Lyrarakis.

Der Artikel auf Reisezeit.

http://www.diereisezeit.com/2017/04/kalimera-griechenlands-neue-weine/

Generation Riesling in Berlin

Zu Gast bei der Präsentation im Private Roof Club

Von Jens Hoffmann

Akzente: Schöne Weine, junge deutsche Winzer, mit 36 Jahren ist für alle Winzer Schluss bei der Generation Riesling…

Es präsentieren sich 25 Winzer der Generation Riesling aus insgesamt zehn deutschen Anbaugebieten.

Eine Auswahl von rund 150 Weinen verschiedener Rebsorten und Geschmacksrichtungen wurde verkostet.

 

Einen tieferen Einblick in die Dynamik und das Potenzial der Generation Riesling bot Master Sommelier Hendrik Thoma in einem Seminar unter dem Motto „Generation Riesling – Die Zukunft entdecken!“ mit ausgewählten Weinen der teilnehmenden Winzer.

Die teilnehmenden Weingüter der Präsentation in Berlin:

Ahr: Weingut Peter Kriechel
Baden: Weingut Lena Flubacher
Franken: Weingut Weigand
Mosel: Weingut Max Ferd. Richter // Weingut Walter
Nahe: Weingut Sinß
Pfalz: Weingut Bietighöfer // Weingut Karl-Heinz Gaul // Weingut Geiger // Weingut Phillip Heinz // Weingut Jesuitenhof // Weingut Klein // Weingut Margarethenhof // Weingut Mehling
Rheingau: Weingut Karlo Dillmann
Rheinhessen: Weingut Bernhard // Alexander Flick // Weingut Frey // Weingut Sina Mertz // Weingut Daniel Schmitt // Weingut Steinmühle // Weingut Strub
Württemberg: Weingut Albrecht-Kiessling // Weinschwestern
Sachsen: Weingut Schuh

Fazit: Schön war’s, sich aus erster Hand über Newcomer und Trends in der deutschen Weinszene zu informieren.

Infos:

http://www.organize.de

Neues vom Honigberg.

Verkostung von Weinen vom Weingut Steffen-Prüm.

Von Jens Hoffmann.

Das Weingut Steffen-Prüm in Maring an der Mosel ist seit Jahrhunderten im Familienbesitz und bewirtschaftet eine Rebfläche von dreieinhalb Hektar überwiegend in Maringer Lagen.

Unter der Leitung von Gerd Steffen hat es sich zu einem Spitzenweingut und Geheimtipp des Lesuratales entwickelt. Tradition wird im Weingut Steffen-Prüm hoch geachtet und verfeinert. Seit Jahren werden aus den besten Lagen der Maring – Noviander Sonnenuhr des Honigbergs und den Toplagen der Lieserer Rosenlay und Niederberg Helden mit ihren feinmineralischen Schieferböden, fruchtige Weine erzeut.

Die Weine boten in der Verkostung ein homogenes Bild, das qualitative Niveau war durchgängig und ansprechend; Rieslinge mit feiner Süsse, auf der fruchtigen Seite mit Zitrone, Grapefruit und Aprikose. Aromatisch voll im Soll mit schöner Frucht, all das wofür Steffen Prüm steht.

Durch moderne Kellertechnik wachsen feinfruchtige Weine mit lebendigem Säurespiel zu vollmundigem Weingenuss heran. Ein Spitzenwein ist die Grauschiefer Spätlese trocken, Freunde der edelsüßen Weine werden mit der Riesling Spätlese „LESURUS“ oder mit der Dessertwein Riesling Auslese verwöhnt. Trocken heißt bei Steffen-Prüm oftmals geschmacklich etwas weniger trocken als bei anderen Winzern der Region. Die Zukunft gehört ihm aber, denn viele Weintrinker sind bereit fü etwas süssere Weine und diese Weine sind wirklich vorzüglich. Die Süßegrade stimmen immer;  der Kabinett aus der Rosenlay und die feinherbe Spätlese aus der Sonnenuhr sind besonders empfehlenswert.

Jeder Schluck macht Lust auf den nächsten. Seit 2010 wird das Weingut auch vom Weinführer Eichelmann empfohlen, einige nationale und internationale Preise gibt es bereits.

Wer aber ein Weingut sucht, das noch erschwingliche Weine produziert und dennoch feinen Rieslinggenuss schätzt auch der ist beim Weingut Steffen-Prüm richtig.

Prost.

Weingut Steffen Prüm

Die 2015er Kallfelz Kollektion

Der Jahrgang 2015 erntete bereits im Vorfeld viel Lob. Sehr gesunde Trauben, bei hoher Ausreife stellten einen Grundstock für alle Qualitäten, von einfachen Schoppenweinen über kräftige Lagenrieslinge bis zur edelsüßen Auslese.

Text: Jens Hoffmann

Es war alles dabei, rassige von feiner Mineralität geprägte Rieslinge. Weine mit dezenter, ausgeprägter Frucht und einem langen Finale.Und auch beschwingte und perfekt harmonische Rieslingweine. Die spritzigen Rieslinge von Kallfelz der 2015er Kollektion sind ein schöner, fruchtiger und harmonischer Genuß. Steillagen und Hitze machen viel Arbeit, aber die Weinberge konnten die Wärme optimal nutzen. Meine Favoriten sind die eleganten Weine des Weinguts. Mir gefallen besonders der Merler Fettgarten feinherb und der Riesling Merler Königslay-Terrassen. Ein hoher Schieferanteil, der Boden ist sehr trocken und speichert kaum Wasser. Das Ergebnis ein trockenes, herbes Aroma. Wunderbar.

Zum Weingut:

Kallfelz bewirtschaftet in den besten Lagen an der Schnittstelle zwischen der Mittel- und der Terrassenmosel. In den Steillagen mit hohem Schiefergehalt wachsen die charaktervollen Trauben, die die Kallfelz Weine so wertvoll machen. Die Königslay-Terrassen sind die Spitzenlage des Weinguts Kallfelz, die Steilstlage grenzt an die Ausläufer des Hunsrücks, der Boden aus Quarzitschiefer speichert die Sonnenenergie und sorgt für volle Traubenreife bei gleichzeitiger Bewahrung moseltypischer Frische und Spritzigkeit. Der überwiegende Teil der Weine wird direkt ab Hof an Privatkunden und die Gastronomie verkauft. Das Weingut schneidet seit Jahrzehnten bei unabhängigen Tests hervorragend ab.

Fazit: Eine schöne Verkostung von Riesling Weinen der 2015er Kollektion. Kallfelz zeigt wie aus einem guten Riesling ein besonderer Moselriesling wird. Wir waren restlos überzeugt und es wurde alles ausgetrunken.

 

Kallfelz Riesling Wein & Sekt

Der Mythos Mosel

Von Jens Hoffman
Das in der Region fantastische Weine produziert werden ist bekannt.

Markus Molitor

Jetzt wurde auch der Moselsteig zum schönsten deutschen Wanderweg 2016 gewählt.

Er ist überraschend, herausfordernd, begeisternd.

Der 365 Kilometer lange Moselsteig zwischen Koblenz am Deutschen Eck und Perl im Saarland wurde zu Recht zum liebsten deutschen Wanderweg erkoren.22 162 Lesern der Zeitschrift „Wandermagazin“ schmückten ihn zu ihrem Liebling, wie die Mosellandtouristik in Bernkastel-Kues (Kreis Bernkastel-Wittlich) mitteilte.

Von Januar bis Ende Juni konnten Wanderer ihre Stimme für eine von zehn nominierten Tagestouren und einen von fünf nominierten Weitwanderwegen abgeben. Bei den Weitwanderwegen schaffte es der Werra-Burgen-Steig (Hessen) auf Platz zwei, der Rennsteig (Thüringen) auf Platz drei. In der Kategorie Tagestouren kam er Wasserfallsteig in Bad Urach (Baden-Württemberg) mit fast 31 Prozent der Stimmen auf den ersten Platz.

Die Siegerurkunden erhalten die Vertreter der jeweils drei Erstplatzierten Wege am 3. September auf der Wander- und Trekkingmesse TourNatur in Düsseldorf. Der Moselsteig gehört zu den längsten Wanderwegen in Deutschland. In 24 Etappen geht es entlang der Mosel durch Wald, Weinberge und Wiesen.

Quelle: dpa & Jens Hoffmann

Weinland Mosel

Photo: Sandra Kern

Das Moselmusikfestival (noch bis zum 3.Oktober 2016)

Text: Jens Hoffmann

Noch bis zum 3. Oktober präsentiert sich das Moselmusikfestival 2016 mit mehr als 67 Konzerten an 40 Spielstätten – u.a. bei Günther Jauchs Weingut Othegraven und bei Markus Molitor.

Mosel Molitor

So mancher Newcomer der Konzertszene, der später für Furore in der Klassikwelt sorgte, wurde beim Moselmusikfestival entdeckt. Kit Armstrong ist einer dieser Stars.

Auch 2016 können junge Talente wie die zwölfjährige Pianistin Laetitia Hahn (7. August, Landhaus St. Urban in Naurath, bereits ausverkauft), der junge Geiger Yuri Revich (11. September, Cusanus Geburtshaus, Bernkastel-Kues) oder die hochbegabte Pianistin Mélodie Zhao (4. September, Kurfürstliches Palais, Trier) ihr Können vor dem Festivalpublikum beweisen.

Für diese Künstler ist der große Auftritt fast schon Routine: Debüt-Organist Kit Armstrong (7. August, Konstantin-Basilika Trier), Schauspielerin Senta Berger mit dem Trio cosi fan Tango (10. September, Mosellandhalle Bernkastel-Kues), sowie Kabarettist Hagen Rether (8. September, Mosellandhalle Bernkastel-Kues).

Der Kern des Festivals sind die beliebten Konzerte in den Weingütern:

Inmitten der Riesling Manufaktur im Weingut Rebenhof erklingt am Freitag, 26. August, um 20 Uhr, die Musik von zwei deutschen Barockmeistern und einem Komponisten der englischen Renaissance. Die Französin Natacha Gaudet (Harfe) und der gebürtige Wittlicher Johannes Gaudet (Vibrafon) spielen Flötensonaten, Sinfonien, Fantasien und Präludien von Johann Sebastian Bach, Violinenfantasien von Georg Philipp Telemann und Lautensonaten von John Dowland.

Die beliebte Reihe Opus (Musik in Weingütern) ist um das Weingut Schloss Lieser und die Domäne Ruppert in Schengen (Luxemburg) erweitert worden.

Die Opus-Reihe:

Opus I. Die Philosophie von Henri Ruppert Junior ist einfach: Wein soll Spaßmachen! Genauso wie die Musik von Anne-Rose Terebesi und Romain Asselborn am Donnerstag, 4. August um 19 Uhr auf der Terrasse des Weinguts von Henri Ruppert in Schengen/Luxemburg. Die deutsche Pianistin und der Luxemburger Klarinettist materialisieren den europäischen Gedanken musikalisch mit Stücken von Komponisten aus Deutschland, Frankreich und Luxemburg. Anschließend spielen sie Templeton, Bernstein und Gerswhin. Dazu serviert Winzer Ruppert in seinem Weingut, das der luxemburgische Stararchitekt François Valentiny aus Remerschen entworfen hat, sieben erlesene Weine. Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert im Weingut statt.

Opus II. Thomas Haags Weine vom Weingut Schloss Lieser spiegeln seine Persönlichkeit und seine Leidenschaft wieder. Daher hat der Weinführer Gault&Millau ihn zum Winzer des Jahres 2015 gekürt. Passend zu sieben rassigen Weinen von Thomas Haag, tischt das Jazz-Quartett Hotel Bossa Nova am Donnerstag, 11. August, um 19 Uhr musikalische Leidenschaft und feuriges Temperament auf. Im mediterranen Innenhof des Weingutes Schloss Lieser erklingen Fado und Flamenco, Jazz und Samba. Das Mosel Musikfestival lädt zu einem Abend mit Rhythmus und Raffinesse ein. Liza da Costa (Gesang), Tilmann Höhn (Gitarre), Alexander Sonntag (Kontrabass) und Wolfgang Stamm (Schlagzeug, Percussion) entführen in einen traumhaften Abend. Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert im Weingut statt.

Moselmusik Festival

Opus III. Aufgrund der großen Nachfrage sind die beiden Konzerte im Weingut von Othegraven am 31. August und 1. September in Kanzem bereits ausverkauft.

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TV-Moderatour Günther Jauch schenkt zur Musik der Trombone Unit Hannover sieben erlesen Weine aus.

Wer dennoch unbedingt dabei sein will, kann sich auf die Warteliste bei Ticket Regional eintragen.

Opus IV. Weine von Markus Molitor (Instagram-Foto unten) tanzen ebenso auf der Zunge wie Tango. Und wenn Denis Patkovic auf seinem Akkordeon dazu Werke des Argentiniers Astor Piazolla, Soler und Tajcevic spielt, steht die Welt für diesen Moment still. Sieben Weine kredenzt der Winzer des Jahres 2014 am Mittwoch, 21. und Donnerstag, 22. September jeweils um 19 Uhr im Weingut Haus Klosterberg in Bernkastel-Wehlen. Nur noch für Donnerstag sind allerdings Karten zu haben.

 

 

Das Weingut Molitor liegt mitten in der Weinlage Wehlener Klosterberg und wurde 2013 mit dem Architekturpreis Wein der Architektenkammer Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Es gehört zu den Spitzenweingütern an der Mosel.

Karten für das Mosel Musikfestival:

www.moselmusikfestival.de

Kamptaler Kostbarkeiten vom 2. – 11. September 2016.

Die zehn Tage des guten Geschmacks lassen sich Geniesser ganz sicher nicht entgehen.

Deshalb heißt das Reiseziel für diesen Spätsommer „Kostbares Kamptal“ in Niederösterreich.

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Alles, was der Spätsommer zu bieten hat, wird in 20 Weingütern und 25 Weinkulinarien vom 2. – 11. September 2016 serviert.

Die Weinstraße Kamptal ist die spektakulärste Wein-Erlebniswelt des Landes.

Diese am Kampfluss gelegene Region mit ihre Böden aus Urgestein, Lehm und Löss bieten den Reben hervorragende Bedingungen für feine Weine.

Kostbare Momente

Wärmend-milde Sonnenstrahlen genießen, frische Luft einatmen und den Blick über die sanft hügelige Landschaft streichen lassen – dazu werden feinste Kamptaler Weine geöffnet und nebenan erlesene Gerichte zubereitet.

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Und das an zehn Tagen an vielen verschiedenen Orten: auf der Kuppe einer berühmten Riede, im historischen Festsaal, im weitläufigen Garten oder im fidelen Kellerhaus. Gleich zehn Tage lang verwöhnt dieses Jahr die Veranstaltungsreihe „Kostbares Kamptal“ Augen, Gaumen und Herzen.

Bereits zum vierten Mal schließen sich Winzer und Gastronomen in einem der besten Weißweingebiete im deutschsprachigen Raum zusammen und laden Anfang September an ihre schönsten Plätze ein. An den herrlichen Spätsommertagen holen Kamptaler Winzer im Rahmen ihrer offenen Kellertüren und für die begehrten Weinkulinarien ihre besten Weine aus den Kellern. Und was wären feine Weine ohne passende kulinarische Begleiter? 25 Veranstaltungen locken. Sie werden von ambitionierten Kamptaler Gastronomen und von renommierten Gastköchen ausgerichtet (Sternekoch Bobby Bräuer aus München kocht im LOISIUM Wine Spa Resort, Küchenchef Florian Unseld aus dem salzburgerischen Unken bei Weingut Topf).

Auf „zu den zehn Tagen des guten Geschmacks“!

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„Kostbares Kamptal“-Facts:

Freitag, 2. September bis Sonntag, 11. September 2016.
25 Weinkulinarien im gesamten Weinbaugebiet Kamptal.
Tage der Offenen Kellertür in 20 Kamptaler Weingütern zu Ab Hof-Zeiten sowie an ausgewählten Wochenenden.

Eintritt individuell: geringer Verkostungsbeitrag bei manchen Weingütern, der bei Kauf refundiert wird oder zur Gänze kostenloser Eintritt zu den Offenen Kellertüren.
Einige Highlights:

Freitag, 2. und Samstag, 3. September 2016: „Bründlmayers reife Weine & Maître Antony Rohmilchkäse“, Gereift trifft intensiv – im Heurigenhof Bründlmayer, Langenlois
Samstag, 3. September 2016, „Wildes Vergnügen“, Winzer & Jäger Hans Topf lässt den Unkener Küchenchef Florian Unseld Wildgerichte aus seinem eigenen Revier in Form von 5 Gängen zubereiten. Weingut Topf, Straß im Straßertale
Samstag, 3. September 2016: Das beste aus dem Norwegen präsentiert das Team des Osloer Restaurants Arakataka im Weingut Loimer, dazu beste biodynamische Weine vom Mosel-Winzer Clemens Busch
Samstag, 3. September 2016: „Feuriges Brodeln mit prickelndem Sekt“ heißt es in der Riede Steinhaus mit Familie Steininger. Dazu Klaviermusik und die großartige Stimme von João Fonseca!
Mittwoch, 7. September 2016: „Jugendlicher Übermut gegen 30 Jahre Erfahrung“, Weingut Günter und Renate Nastl lädt zum Veltliner-Degustationsmatch von 1980 – 2015, Langenlois
Freitag, 9. September 2016, „Demeter-Wein & Schwein“, Natürlichkeit im Glas und am Teller in der Weinbeisserei Hager, Mollands
Samstag, 10. + Sonntag, 11. September 2016: Großes, buntes „Chilifestival“ des einschlägig bekannten Herrn Brenner’s in der wunderbaren ARCHE NOAH, Schiltern
Sonntag, 11. September 2016, „Zwei Münchner Granden in Langenlois“, LOISIUM Wine Spa Resort. Sternekoch Bobby Bräuer verwöhnt die Gäste an diesem Abend mit einem Menü aus Kamptaler und Waldviertler Lebensmitteln. Der Rockstar unter den Top-Sommeliers, Justin Leone aus dem Münchner Tantris, serviert und kommentiert passende Kamptaler Weine.

Justin & Jens

E-MAIL b.riener@wine-partners.at
TEL +43 1 369 79 90 23
Kontakt Kostbares Kamptal
Ursin Haus
Kamptalstraße 3
A-3550 Langenlois

TEL +43/2734/2000-0
WEB Kostbares Kamptal
E-MAIL weinstrasse@kamptal.at

Portugiesische Weine von Nicht-portugiesischen Winzern begeistern weltweit

Portugal – das Land der unbegrenzten Möglichkeiten

Seit dem Aufschwung des Portweinhandels im 18. Jahrhundert fasziniert das Weinland Portugal Ausländer, die aufgrund der speziellen Rahmenbedingungen – mehr als 250 autochthone Rebsorten, unterschiedliche Klimazonen, besondere Terroirs – hier die Voraussetzungen gefunden haben, ihre „Wein-Vision“ in die Tat umzusetzen.

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Es gibt in fast allen Regionen Portugals Weingüter, die unter dem Einfluss von Ausländern aus Australien, Großbritannien, der Schweiz, Dänemark, Frankreich, den USA und Deutschland ihren Weg gegangen sind und bis heute mit Erfolg Weine produzieren. Immer ist es eine gute Mischung aus Respekt der portugiesischen Gegebenheiten und Traditionen in Verbindung mit den eigenen Ideen und das Ausprobieren von Neuem, die zum Erfolg geführt haben. So haben beide Seiten, die Einheimischen wie die Ausländer, voneinander profitiert und gemeinsam das Weinland Portugal vor allem auch international vorangebracht.

Quinta da Plansel (Alentejo) – Dorina Lindemann

Auf knapp 240.000 Hektar wachsen rund 250 zugelassene autochthone Rebsorten, in denen nationale wie internationale Experten auch heute noch viel Potenzial sehen. Mit Investitionen und viel Leidenschaft bauten sich ausländische Winzer und Quereinsteiger neue Existenzen im portugiesischen Weinbau auf. Die zweite Welle an ausländischen Winzern, nach dem Aufschwung des Portweinhandels, fand in den 1980ern statt, als Portugal der EU beitrat und sich das Land in allgemeiner Umbruchstimmung befand.

Alison Luiz Gomes zog es ins Alentejo. Sie führt dort ein klassisches, portugiesisches Landgut, zu dem neben ihrem Weingut Azamor, auch Land- und Forstwirtschaft gehört. Sie erzeugt ebenfalls mit ausgewählten autochthonen und internationalen Rebsorten Weine für den internationalen Markt. „Die Landschaft ist so vielfältig und bietet viele geografische Vorteile. Von atlantischen, über mediterrane bis kontinentale Einflüsse, ist hier alles zu finden“, so die Winzerin.

Aber nicht nur Winzer, sondern auch Quereinsteiger der Weinbrache haben sich von Portugal begeistern lassen und bauen heute erfolgreich ihre Weine aus. Der früherer Ex-Manager Peter Eckert, Besitzer der Quinta das Marias, oder der dänische Weinhändler und Importeur Karsten Søndergaard, Leiter der Quinta do Pégo sind heute bekannt für ihre hervorragenden Rotweine.

Sie und weitere ihrer ausländischen Kollegen, wie der Australier Peter Bright oder der Däne Hans Joergensen, gaben dem portugiesischen Weinbau Impulse durch internationale Techniken im Weinbau und der Oenologie. So haben sowohl die ausländischen Winzer, als auch die einheimischen voneinander gelernt und sich gegenseitig inspiriert. „Portugal hat eine große Vielfalt an Möglichkeiten und ein immenses Potenzial auf dem globalen Weinmarkt. Dies haben die ausländischen Winzer ebenso für sich entdeckt, wie die Einheimischen und nutzen die Chance, die das Land bietet, um einzigartige Weine zu produzieren, die das Terroir Portugals widerspiegeln“, sagte Nuno Vale von Wines of Portugal.

Herdade do Esporão (Alentejo) – David Baverstock
Ein Australier, der auszog, um sich in Portugal niederzulassen. David Baverstock begann seine Wein-Karriere mit einem Oenologie-Studium in Adelaide. Schon Mitte der 70er kam er nach Deutschland und Frankreich, um seine erste Weinlese in Europa zu erleben. Sein Herz verlor er schlussendlich an Portugal. 1982 entschied er sich endgültig zu einem Umzug nach Portugal. Er arbeitete für verschiedene Weingüter wie La Rosa oder Crasto und leitet seit 1992 als Chefoenologe das Weingut Esporão im Alentejo. Bei den autochthonen Rebsorten fokussiert er sich aber nicht, wie es in Portugal üblich ist, auf Blends, sondern kreierte eine neue, rebsortenreine Weinlinie. Er erkannte das Potenzial der einzelnen ausgebauten Rebsorten und führte vier sortenreine Weine ein. Einen sommerlichen Verdelo, einen kräftigen von Cassis-Noten geprägten Touriga Nacional, einen komplexen Syrah und einen fruchtbetonten Alicante Bouschet.

Herdade do Esporão (Alentejo) – David Baverstock

Terras d’Alter (Alentejo) – Peter Bright
Peter Bright ist ein weiterer australischer Vertreter, der sich schon in jungen Jahren von dem facettenreichen Weinland Portugal angezogen fühlte. 1974 kam er als junger Oenologie-Student nach Portugal und war von den autochthonen Rebsorten begeistert, die im Gegensatz zu Australien so zahlreich angebaut werden. Als Kellermeister im Weingut João Pires im Anbaugebiet Península de Setúbal, südlich von Lissabon, kreierte er Weine im internationalen Stil und wurde bereits 1992 bei der International Wine Challenge im Rahmen der London Wine Trade Fair als „Winemaker of the Year“ ausgezeichnet. Neben seiner Tätigkeit als Flying Winemaker gründete er in den letzten drei Jahrzehnten erfolgreich die Weingüter Bacalhoa Vinhos, Fuiza & Bright und Terras d’Alter. Auf dem Gebiet der Kaltvergärung war Peter Bright ein Pionier in Portugal. Durch die Kaltvergärung, beziehungsweise geführte Temperaturkontrolle der Weine im kälteren Bereich findet die Umwandlung des Zuckers in Alkohol langsamer statt. Die Weine werden komplexer und es prägen sich elegantere, sekundäre Weinaromen aus. Außerdem begann er, Weine wie international üblich sortenrein auszubauen. Dabei verwendet er bis heute neue Eichenfässer für weiße und rote Rebsorten. Nach dem Motto „Neue Welt Weine, gemacht in der alten Welt“ arbeitet das Team von Terras d’Alter, das 2004 von Peter Bright gegründet wurde, und baut seine Weine nach den höchsten Qualitätsstandards aus. Die Weine sind sehr komplex und geprägt durch reife Fruchtaromen und elegante Tanninstruktur.

Herdade dos Lagos (Alentejo) – Antje Kreikenbaum
Seit über 30 Jahren befindet sich das Weingut Herdade dos Lagos im Besitz der deutschen Familie Zeppenfeld. Der Bremer Reeder Horst Zeppenfeld verliebte sich damals in die Landschaft. Er beendete seine Karriere als Kapitän und kaufte 1.000 Hektar Land auf dem er Wein, Oliven und Johannisbrot anbaute. Heute bewirtschaftet Tochter Antje Kreikenbaum das Weingut nachhaltig, recycelt Regenwasser und nutzt Solarenergie. Zudem wird auf dem gesamten Gut biologisch gearbeitet, auf Herbizid-Einsatz verzichtet und nur für den biologischen Anbau zugelassene Pflanzenschutzmittel verwendet. Die Vielfalt der Pflanzen und der schonende Umgang mit der Natur haben das Mikroklima und die Biodiversität in den letzten Jahren nachhaltig positiv verändert. Antje Kreikenbaum ist es bei ihren Weinen wichtig, dass sie eine gute Säurestruktur und möglichst geringe Alkoholgehalte haben. Aus diesem Grund werden die Trauben vergleichsweise früh im Herbst gelesen, zudem erntet die Lesemannschaft der Hedarde dos Lagos die 25 Hektar großen Rebfläche in den kühlen Morgenstunden per Hand, um optimale Qualitäten zu erhalten. Der Rebsorten-Spiegel der Herdade dos Lagos besteht zum größten Teil aus portugiesischen Rebsorten wie Aragonez, Arinto, Alvarinho oder Touriga Nacional. Kommendes Jahr sollen weitere zehn Hektar autochthone Rebsorten gepflanzt werden. Neben Stillwein produziert die Familie auch zwei traditionelle Sekte aus 100 Prozent Aragonez.

Quinta da Plansel (Alentejo) – Dorina Lindemann

Der berühmte Rebzüchter Hansjörg Böhm, der vor knapp vierzig Jahren vor der Küste Lissabons mit seinem Segelboot strandete, ließ sich von Portugal inspirieren und verschrieb sich ganz und gar der Rebforschung. Der Pfälzer Winzer und Weinimporteur erfüllte sich damit einen Traum. Seine Tochter Dorina Lindemann kam 1995 nach ihrem Oenologie-Studium in Geisenheim nach Portugal und startete erfolgreich ihr eigenes Weingut, die Quinta Plansel. Insbesondere in die „Dorina Lindemann Selecção“ steckt sie ihr Herzblut. Sie baut diese Weinkollektion – ausnahmsweise ohne ihren Kellermeister Carlos Ramos – aus und verwendet dafür ausschließlich ihre Lieblings-Rebsorten. So tragen die acht Weine der Linie ihre persönliche Handschrift. Vor allem die drei großen Rebsorten des portugiesischen Nordens Tinta Barroca, Touriga Nacional und Touriga Franca spielen hierbei eine große Rolle. Da in der Quinta da Plansel ausschließlich optimal ausgereiftes Lesegut für die Weine verwendet wird, entstehen Weine mit Charakter, eleganter Frucht und gut eingebundenen reifen Tanninen. Dorina Lindemann baut ihre Rotweine auf vier verschiedene Arten aus: mit der offenen Maischegärung in typisch portugiesischen Lagares, Maischegärung mit Umpumpen und Berieselung der Maische, horizontale Rotortanks und Vergärung in Barriques. Der Erfolg gibt ihr Recht. Mittlerweile exportiert sie ihre Weine in mehr als zehn Länder weltweit. Mit Dorinas beiden Töchtern, die aktuell Önologie und BWL studieren, steht schon die nächste Generation in den Startlöchern.

Quinta de Covela (Douro) – Tony Smith und Marcelo Lima

Seit dem ersten Tag seiner Ankunft in Lissabon als Korrespondent der US Nachrichtenagentur Associated 1988 ist der Brite Tony Smith begeistert von Portugal. Nach einem Engagement in Brasilien kehrte er 2011 nach Portugal zurück. Zusammen mit seinem brasilianischen Geschäftspartner Marcelo Lima erweckte er die Quinta de Covela im Douro zu neuem Leben und holte die komplette Covela Mannschaft zurück. Den Rebsorten-Spiegel passten sie an die heutige Zeit an, sie wollten keine Standard-Cuvées aus internationalen und portugiesischen Rebsorten herstellen und gingen zurück zu autochthonen Rebsorten. Ein besonderes Augenmerk legt Tony Smith auf die weiße Rebsorte Avesso, die klassischerweise in Blends verwendet wird. Er baut sie reinsortig aus. Neben Avesso kultiviert Tony Smith noch Touriga Nacional, Cabernet Sauvignon, Merlot und Arinto. In Hinblick auf die Zukunft und kommende Trends wird mit weiteren Rebsorten experimentiert. Dutzende, meist portugiesische, aber auch rare internationale Rebsorten werden angepflanzt, um in den nächsten Jahren mit neuen Blends und Aromen spielen zu können.

Azamor (Alentejo) – Alison Luiz Gomes

Die gebürtige Britin Alison Luiz Gomes kam zum ersten Mal 1998 nach Portugal und fühlte sich sofort angekommen. Sie und ihr Ehemann sahen großes Potenzial im Alentejo, und gründeten das Weingut Azamor. Sie bauten neu, pflanzten Reben und Wald an und legten den Rebsorten-Spiegel komplett selbst fest. Zusammen mit Weinbau-Experte Luis Elias entschieden sie sich für eine französische Dichtpflanzung. So sind die Weinberge mit 5.050 Reben pro Hektar wohl die am dichtesten bepflanzten des ganzen Landes. Mit dem Ziel eines hohen Exportanteils wählten sie vier autochthone (Touriga Nacional, Touriga Franca, Alicante Bouschet und Trincadeira) und vier internationale Rebsorten (Syrah, Merlot, Mouvedre, Petit Verdot) aus, die im Alentejo am besten wachsen. Heute liegt der Export von Azamor sogar bei 90 Prozent. Das gesamte Gut umfasst 260 Hektar Gesamtfläche, davon 27 Hektar Rebfläche. Neben Weinbau wachsen Korkeichen und Pinien auf dem Grundstück. Die freien Weiden werden zur Zucht der raren Lusitano Pferde genutzt.

Cortes de Cima (Alentejo) – Hans und Carrie Joergensen
Der Däne Hans Joergensen und seine kalifornische Frau Carrie kelterten 1988 ihren ersten portugiesischen Wein im Alentejo. Carrie Joergensen erinnerte die Region stark an ihre kalifornische Heimat und für ihn war das Alentejo die perfekte Ausgangsbasis, um Wein anzupflanzen. Hans Joergensen, der viel Erfahrung in Malaysia im Management von Öl-Palmen und tropischen Pflanzen sammelte, hörte nicht auf die gut gemeinten Ratschläge der Einheimischen oder auf Regularien. Für ihn bot das heiße Klima optimale Voraussetzungen für qualitativ hochwertige Rotweine. So pflanzte er in dem traditionellen Weißwein-Gebiet bei Vidigueira im Alentejo Syrah, Touriga Nacional, Tricadeira und noch weitere rote Rebsorten und sollte mit seiner Einschätzung von Boden und Klima Recht behalten. Mit seinem Syrah erzielt er bis heute großen Erfolg. Die Philosophie liegt darin, Weine zu produzieren, die früh zu trinken sind, aber genauso gut noch gelagert werden können. Sie sollen sowohl eine intensive Farbe und natürliche Frucht mit sich bringen, als auch das Terroir des Alentejos widerspiegeln. Hans Joergensen achtet besonders beim Einsatz von Holzfässern darauf, dass die Aromen nicht darunter leiden und das Holz optimal eingebunden wird. Für die gesamte Produktion verwendet das Paar ausschließlich portugiesische Korken und auch bei anfallende Kartons, Plastik und Metallverpackung arbeiten sie ganz im Sinne der Nachhaltigkeit. Die im Herbst anfallenden Traubenstiele und Häute bringen sie als natürlicher Dünger im Weinberg aus.

Quinta das Maria (Dão) – Peter Eckert

Peter Eckert, Schweizer und eigentlich Manager einer Versicherungsfirma, lebte schon acht Jahre in Portugal und kannte die Sprache, Land und Leute bevor er in den 90er Jahren seine ersten Reben im Dão anpflanzte. Er und seine Frau bauten sich langsam ein eigenes Weingut auf. „Ich wollte nach meiner Rente eine sinnvolle Aufgabe haben“, sagt er. Lange war Peter Eckert der einzige Ausländer, der im Dão Weinbau betrieb und dort investierte. Mit modernstem önologischen Wissen entstehen seit mehr als 20 Jahren komplexe und wohl ausbalancierte Weine aus den im Dão heimischen Rebsorten wie beispielsweise Encruzado, Touriga Nacional und Tinta-Roriz. Die Weine werden hauptsächlich in portugiesischen Granit-Lagares und Ganimede-Gärtanks vergoren. Ihren einzigartigen Charakter erhalten sie dann durch den Ausbau in französischen und amerikanischen Eichenfässern. Und der Erfolg gibt Peter Eckert Recht. 2014 gewann er mit seinem Touriga Nacional Gold in der Kategorie „Bester reinsortiger Wein“ bei der „Wines of Portugal Challenge“, bei über 1.000 verkosteten Weinen.

Quinta do Pégo (Douro) – Karsten Søndergaard
Karsten Søndergaard – eigentlich Weinhändler und Importeur der Dänischen Firma AMKA – begann seine Weinkarriere mit dem Import von südafrikanischen Weinen nach Dänemark. Erst 2000 übernahm er die Quinta do Pégo. „Mein Ziel war es, Weltklasse-Portweine und einzigartige Rotweine zu machen“, erzählt er. „Es wachsen hier Rebsorten, die es nur in Portugal gibt und das bietet zahlreiche Möglichkeiten, um Rotweine zu produzieren, die nirgends anders auf der Welt hergestellt werden können“, schwärmt er. Dies ist ihm gelungen und die Quinta do Pégo ist heute vor allem für ihre Portweine und die dichten Rotweine bekannt.

Infos:

c/o Organize Communications GmbH

Riefstahlstraße 6 · 76133 Karlsruhe · Deutschland

Tel +49 721 91245-156
Fax +49 721 91245-157

Das Moselmusikfestival 15/7  bis 3/10 2016.

Getreu dem Motto des Kultursommers Rheinland-Pfalz „Der Sommer unseres Vergnügens“ gehen kultivierte Konzerte, bissig-kuriose Kabarette, spektakuläre Soloprogramme in Weingütern, Kirchen, Kapellen und Klöstern, Ruinen und Schlössern und manchmal sogar unter freiem Himmel über die Bühne. Dabei hat das künstlerische Team des Moselmusikfestivals 2016 einige Spielstätten neu entdeckt, wie die alte Wollfabrik in Moselkern, die Villa Reverchon und das Priesterseminar in Trier.

Die beliebte Reihe Opus (Musik in Weingütern) ist um das Weingut Schloss Lieser und die Domäne Ruppert in Schengen/Luxemburg erweitert worden.

Wein und Musik, wunderbar…

Jens Trier

Mehr als 67 Konzerten an 40 Spielstätten, so mancher Newcomer der Konzertszene, der in reiferen Jahren für Furore in der Klassikwelt sorgte, hat sich beim Moselmusikfestival seine ersten Sporen verdient. Und so dürfen auch 2016 junge Talente wie die zwölfjährige Pianistin Laetitia Hahn (7. August, Landhaus St. Urban in Naurath, bereits ausverkauft), der junge Geiger Yuri Revich (11. September, Cusanus Geburtshaus, Bernkastel-Kues) oder die hochbegabte Pianistin Mélodie Zhao (4. September, Kurfürstliches Palais, Trier) ihr Können vor dem Festivalpublikum beweisen. Für diese Künstler ist der große Auftritt fast schon Routine: Flötist Stefan Temmingh (23. Juli, mit Vivaldi in St. Paulin Trier, am 24. Juli, im Barocksaal Kloster Machern), Debüt-Organist Kit Armstrong (7. August, Konstantin-Basilika Trier), Schauspielerin Senta Berger mit dem Trio cosi fan Tango (10. September, Mosellandhalle Bernkastel-Kues), Kabarettist Hagen Rether (8. September, Mosellandhalle Bernkastel-Kues) sowie Weltklasse-Jazzer Iiro Rantala (2. August, IHK Tagungszentrum Trier).

Wie immer humorvoll, skurril, fantastisch und ein bisschen verrückt: So präsentiert sich das Moselmusikfestival 2016 vom 15. Juli bis zum 3. Oktober mit mehr als 67 Konzerten an 40 Spielstätten.

Ein Kern des Festivals sind die beliebten Konzerte in Weingütern. Bach im Liegestuhl: Inmitten des modernen Ambientes der Riesling Manufaktur im Weingut Rebenhof erklingt am Freitag, 26. August, um 20 Uhr, die Musik von zwei deutschen Barockmeistern und einem Komponisten der englischen Renaissance. Die Französin Natacha Gaudet (Harfe) und der gebürtige Wittlicher Johannes Gaudet (Vibrafon) spielen Flötensonaten, Sinfonien, Fantasien und Präludien von Johann Sebastian Bach, Violinenfantasien von Georg Philipp Telemann und Lautensonaten von John Dowland.

Die Opus-Reihe:
Opus I. Die Philosophie von Henri Ruppert Junior ist einfach: Wein soll Spaßmachen! Genauso wie die Musik von Anne-Rose Terebesi und Romain Asselborn am Donnerstag, 4. August um 19 Uhr auf der Terrasse des Weinguts von Henri Ruppert in Schengen/Luxemburg. Die deutsche Pianistin und der Luxemburger Klarinettist materialisieren den europäischen Gedanken musikalisch mit Stücken von Komponisten aus Deutschland, Frankreich und Luxemburg. Anschließend spielen sie Templeton, Bernstein und Gerswhin. Dazu serviert Winzer Ruppert in seinem Weingut, das der luxemburgische Stararchitekt François Valentiny aus Remerschen entworfen hat, sieben erlesene Weine. Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert im Weingut statt.

Opus II. Thomas Haags Weine vom Weingut Schloss Lieser spiegeln seine Persönlichkeit und seine Leidenschaft wieder. Daher hat der Weinführer Gault&Millau ihn zum Winzer des Jahres 2015 gekürt. Passend zu sieben rassigen Weinen von Thomas Haag, tischt das Jazz-Quartett Hotel Bossa Nova am Donnerstag, 11. August, um 19 Uhr musikalische Leidenschaft und feuriges Temperament auf. Im mediterranen Innenhof des Weingutes Schloss Lieser erklingen Fado und Flamenco, Jazz und Samba. Das Mosel Musikfestival lädt zu einem Abend mit Rhythmus und Raffinesse ein. Liza da Costa (Gesang), Tilmann Höhn (Gitarre), Alexander Sonntag (Kontrabass) und Wolfgang Stamm (Schlagzeug, Percussion) entführen in einen traumhaften Abend. Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert im Weingut statt.

Opus III. Aufgrund der großen Nachfrage sind die beiden Konzerte im Weingut von Othegraven am 31. August und 1. September in Kanzem bereits ausverkauft. TV-Moderatour Günther Jauch schenkt zur Musik der Trombone Unit Hannover sieben erlesen Weine aus. Wer dennoch unbedingt dabei sein will, kann sich auf die Warteliste bei Ticket Regional eintragen.

Opus IV. Weine von Markus Molitor tanzen ebenso auf der Zunge wie Tango. Und wenn Denis Patkovic auf seinem Akkordeon dazu Werke des Argentiniers Astor Piazolla, Soler und Tajcevic spielt, steht die Welt für diesen Moment still. Sieben Weine kredenzt der Winzer des Jahres 2014 am Mittwoch, 21. und Donnerstag, 22. September jeweils um 19 Uhr im Weingut Haus Klosterberg in Bernkastel-Wehlen.  Das Weingut Molitor liegt mitten in der Weinlage Wehlener Klosterberg und wurde 2013 mit dem Architekturpreis Wein der Architektenkammer Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Es gehört zu den Spitzenweingütern an der Mosel.

http://www.moselmusikfestival.de/

Winzerdinner Stahl im „Terra“ (Hotel The Ritz-Carlton in Wolfsburg)

Text: Jens Hoffmann

Wenn man über deutschen Wein und Gastronomie spricht, dann ist dies auch der Verdienst von Christian Stahl und der feinen Kulinarik im The Ritz Carlton.

Das The Ritz Carlton versprüht einen besonderen Flair. Den Gast erwarten Luxus, Komfort, Style und durch die “Hotel-Restaurants” Aqua und Terra bekommt es einen warmen Charme.

Das Restaurant “Aqua “und die Kochkunst von Sven Elverfeld habe ich bereits vorgestellt. Mit drei Michelin Sternen ausgezeichnet gehört es zu den besten Restaurants der Welt.

Ein genussvoller Ort ist das Restaurant Terra, es begeistert mit heimischer Tradition und lokalen Produkten. Ich bin ich zum Winzerdinner des Weingut Stahl im “Terra” eingeladen.

Der Winzer und zweifacher Vater Christian Stahl ist jung und ziemlich entspannt, nicht nur im Weinberg.

Winzerhof Stahl

Er hat seine fünfjährigen Zwillinge zur Begrüssungsansprache mitgebracht.

Im Mittelpunkt steht das Wohlfühlen des Gastes. Seine feinen Weine kennt man, tolle Mineralität, Würze, konzentrierter intensiver Weingenuss.

Sonnenstuhl Stahl

Weine die man jeden Tag aber auch zu großen Festen trinken möchte.

Die Gäste sind begeistert. In der Küche werden die Speisen mit den letzten Finessen versehen. Die Spannung steigt. Los geht’s!

Was mir  zunächst auffällt; es wird alles im perfekten Timing serviert.

Ich nehme es vorweg, allen Kreationen ist das Zusammenspiel der regionalen Produkte eigen. Christian Stahl erklärt den Gästen die Weinbgeleitung des Essens. Seine Zwillinge (5 Jahre) helfen beim Weinausschank.

Um die Sinne vorzubereiten, wird den Gästen ein Gurken Tartar mit der Scheurebe “Whiteout” und der Scheurebe “Botenstoff” zum Vergleich serviert. Stahlendes strohgelb, in der Nase ein klares Bouquet von Mango, Stachelbeeren, florale Nuancen. Wunderbar, charaktervolles Finale.

Nach diesem „goldenen“ Start folgt aus der Küche eine Homage an die Heimat und regionalen Genuss. Saibling fangfrisch aus der Region. Keine simple Rustikalität, viel aromatische Raffinesse beim Radieschen Ragout dazu Radieschen Chips und ein “Edelstahl” Silvaner (2015) im Glas.

Radieschen

Facettenreich und fruchtintensiv, für mich ein zauberhaftes Spiel mit den oft unterschätzten Radieschen.

Als Silvaner Fan kenne ich den “Best of Silvaner“ Franken trocken, 13,5 % bottled by Christian Stahl bestens.  Sehr aromatisch, elegant, harmonisch;  ein besonderer Genuss.

Weiter geht es. Keine Spielereien, keine Effekthascherei und hohe Qualität. Das Terra ist ein Restaurant der regionalen Gerichte. Es folgt ein Kalbsrücken, das Fleisch stammt natürlich aus der unmittelbaren Umgebung. Vor mir liegt ein Stück feiner rosa gebratener Kalbsrücken.

Auch dieser weiss mehr als zu überzeugen. Dazu werden Kartoffeln und gekochter Spargel auf Salz gereicht, alles angerichtet in kleinen Schüsseln in der Mitte des Tisches.

Ich trinke ein zweites schnelles Glas Silvaner “Sonnenstuhl” und geniess optimal gereifte Trauben, eine schöne Nase von Aprikosen, Birnen, Haselnuss. Ein feiner, sanfter Genuss.

Passt sehr gut zum Dinner, die Beilage gegrillte Zitrone und geschmorte Zwiebeln waren interessant. Sie beeindruckten mich aromatisch jedoch nicht.

Ganz im Gegenteil zum 2015 “Edelstahl” Chardonnay und Ehl-Stal (zweimännerwein), diese begeistern mit klassischen Gaumen und langem, vollem Abgang. Elegante Aromen von weissen Johannisbeeren, Pfirsichen und schöne Mineralik. Perfekter Genuss.

Fleisch und Wein sind übrigens ein schönes Paar.

Für das süße Finale, äußerst eindringlich in der Armonenvielfalt gab es einen lokalen Rharbarberkompott mit Pistazienstreusel und Feder Stahl. Das Holunderblütenbouquet verschmelzt mit Nuancen von Äpfeln, Vanille und Sojamilch.

Für mich dann nochmal ein extra Gläschen Silvaner Genuss.

Fazit: Die Stahl Weine bestechen durch Harmonie und Geschmack und alles ist mit dem Essen wunderbar verschmolzen. Kein Hokospokus, eleganter, bekömmlicher Genuss.

Eben typisch STAHL.

Prost.

Info: Winzerhof Stahl

Terra im Ritz-Carlton Wolfsburg