Neues vom Honigberg.

Verkostung von Weinen vom Weingut Steffen-Prüm.

Von Jens Hoffmann.

Das Weingut Steffen-Prüm in Maring an der Mosel ist seit Jahrhunderten im Familienbesitz und bewirtschaftet eine Rebfläche von dreieinhalb Hektar überwiegend in Maringer Lagen.

Unter der Leitung von Gerd Steffen hat es sich zu einem Spitzenweingut und Geheimtipp des Lesuratales entwickelt. Tradition wird im Weingut Steffen-Prüm hoch geachtet und verfeinert. Seit Jahren werden aus den besten Lagen der Maring – Noviander Sonnenuhr des Honigbergs und den Toplagen der Lieserer Rosenlay und Niederberg Helden mit ihren feinmineralischen Schieferböden, fruchtige Weine erzeut.

Die Weine boten in der Verkostung ein homogenes Bild, das qualitative Niveau war durchgängig und ansprechend; Rieslinge mit feiner Süsse, auf der fruchtigen Seite mit Zitrone, Grapefruit und Aprikose. Aromatisch voll im Soll mit schöner Frucht, all das wofür Steffen Prüm steht.

Durch moderne Kellertechnik wachsen feinfruchtige Weine mit lebendigem Säurespiel zu vollmundigem Weingenuss heran. Ein Spitzenwein ist die Grauschiefer Spätlese trocken, Freunde der edelsüßen Weine werden mit der Riesling Spätlese „LESURUS“ oder mit der Dessertwein Riesling Auslese verwöhnt. Trocken heißt bei Steffen-Prüm oftmals geschmacklich etwas weniger trocken als bei anderen Winzern der Region. Die Zukunft gehört ihm aber, denn viele Weintrinker sind bereit fü etwas süssere Weine und diese Weine sind wirklich vorzüglich. Die Süßegrade stimmen immer;  der Kabinett aus der Rosenlay und die feinherbe Spätlese aus der Sonnenuhr sind besonders empfehlenswert.

Jeder Schluck macht Lust auf den nächsten. Seit 2010 wird das Weingut auch vom Weinführer Eichelmann empfohlen, einige nationale und internationale Preise gibt es bereits.

Wer aber ein Weingut sucht, das noch erschwingliche Weine produziert und dennoch feinen Rieslinggenuss schätzt auch der ist beim Weingut Steffen-Prüm richtig.

Prost.

Weingut Steffen Prüm

Die 2015er Kallfelz Kollektion

Der Jahrgang 2015 erntete bereits im Vorfeld viel Lob. Sehr gesunde Trauben, bei hoher Ausreife stellten einen Grundstock für alle Qualitäten, von einfachen Schoppenweinen über kräftige Lagenrieslinge bis zur edelsüßen Auslese.

Text: Jens Hoffmann

Es war alles dabei, rassige von feiner Mineralität geprägte Rieslinge. Weine mit dezenter, ausgeprägter Frucht und einem langen Finale.Und auch beschwingte und perfekt harmonische Rieslingweine. Die spritzigen Rieslinge von Kallfelz der 2015er Kollektion sind ein schöner, fruchtiger und harmonischer Genuß. Steillagen und Hitze machen viel Arbeit, aber die Weinberge konnten die Wärme optimal nutzen. Meine Favoriten sind die eleganten Weine des Weinguts. Mir gefallen besonders der Merler Fettgarten feinherb und der Riesling Merler Königslay-Terrassen. Ein hoher Schieferanteil, der Boden ist sehr trocken und speichert kaum Wasser. Das Ergebnis ein trockenes, herbes Aroma. Wunderbar.

Zum Weingut:

Kallfelz bewirtschaftet in den besten Lagen an der Schnittstelle zwischen der Mittel- und der Terrassenmosel. In den Steillagen mit hohem Schiefergehalt wachsen die charaktervollen Trauben, die die Kallfelz Weine so wertvoll machen. Die Königslay-Terrassen sind die Spitzenlage des Weinguts Kallfelz, die Steilstlage grenzt an die Ausläufer des Hunsrücks, der Boden aus Quarzitschiefer speichert die Sonnenenergie und sorgt für volle Traubenreife bei gleichzeitiger Bewahrung moseltypischer Frische und Spritzigkeit. Der überwiegende Teil der Weine wird direkt ab Hof an Privatkunden und die Gastronomie verkauft. Das Weingut schneidet seit Jahrzehnten bei unabhängigen Tests hervorragend ab.

Fazit: Eine schöne Verkostung von Riesling Weinen der 2015er Kollektion. Kallfelz zeigt wie aus einem guten Riesling ein besonderer Moselriesling wird. Wir waren restlos überzeugt und es wurde alles ausgetrunken.

 

Kallfelz Riesling Wein & Sekt

Das Moselmusikfestival (noch bis zum 3.Oktober 2016)

Text: Jens Hoffmann

Noch bis zum 3. Oktober präsentiert sich das Moselmusikfestival 2016 mit mehr als 67 Konzerten an 40 Spielstätten – u.a. bei Günther Jauchs Weingut Othegraven und bei Markus Molitor.

Mosel Molitor

So mancher Newcomer der Konzertszene, der später für Furore in der Klassikwelt sorgte, wurde beim Moselmusikfestival entdeckt. Kit Armstrong ist einer dieser Stars.

Auch 2016 können junge Talente wie die zwölfjährige Pianistin Laetitia Hahn (7. August, Landhaus St. Urban in Naurath, bereits ausverkauft), der junge Geiger Yuri Revich (11. September, Cusanus Geburtshaus, Bernkastel-Kues) oder die hochbegabte Pianistin Mélodie Zhao (4. September, Kurfürstliches Palais, Trier) ihr Können vor dem Festivalpublikum beweisen.

Für diese Künstler ist der große Auftritt fast schon Routine: Debüt-Organist Kit Armstrong (7. August, Konstantin-Basilika Trier), Schauspielerin Senta Berger mit dem Trio cosi fan Tango (10. September, Mosellandhalle Bernkastel-Kues), sowie Kabarettist Hagen Rether (8. September, Mosellandhalle Bernkastel-Kues).

Der Kern des Festivals sind die beliebten Konzerte in den Weingütern:

Inmitten der Riesling Manufaktur im Weingut Rebenhof erklingt am Freitag, 26. August, um 20 Uhr, die Musik von zwei deutschen Barockmeistern und einem Komponisten der englischen Renaissance. Die Französin Natacha Gaudet (Harfe) und der gebürtige Wittlicher Johannes Gaudet (Vibrafon) spielen Flötensonaten, Sinfonien, Fantasien und Präludien von Johann Sebastian Bach, Violinenfantasien von Georg Philipp Telemann und Lautensonaten von John Dowland.

Die beliebte Reihe Opus (Musik in Weingütern) ist um das Weingut Schloss Lieser und die Domäne Ruppert in Schengen (Luxemburg) erweitert worden.

Die Opus-Reihe:

Opus I. Die Philosophie von Henri Ruppert Junior ist einfach: Wein soll Spaßmachen! Genauso wie die Musik von Anne-Rose Terebesi und Romain Asselborn am Donnerstag, 4. August um 19 Uhr auf der Terrasse des Weinguts von Henri Ruppert in Schengen/Luxemburg. Die deutsche Pianistin und der Luxemburger Klarinettist materialisieren den europäischen Gedanken musikalisch mit Stücken von Komponisten aus Deutschland, Frankreich und Luxemburg. Anschließend spielen sie Templeton, Bernstein und Gerswhin. Dazu serviert Winzer Ruppert in seinem Weingut, das der luxemburgische Stararchitekt François Valentiny aus Remerschen entworfen hat, sieben erlesene Weine. Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert im Weingut statt.

Opus II. Thomas Haags Weine vom Weingut Schloss Lieser spiegeln seine Persönlichkeit und seine Leidenschaft wieder. Daher hat der Weinführer Gault&Millau ihn zum Winzer des Jahres 2015 gekürt. Passend zu sieben rassigen Weinen von Thomas Haag, tischt das Jazz-Quartett Hotel Bossa Nova am Donnerstag, 11. August, um 19 Uhr musikalische Leidenschaft und feuriges Temperament auf. Im mediterranen Innenhof des Weingutes Schloss Lieser erklingen Fado und Flamenco, Jazz und Samba. Das Mosel Musikfestival lädt zu einem Abend mit Rhythmus und Raffinesse ein. Liza da Costa (Gesang), Tilmann Höhn (Gitarre), Alexander Sonntag (Kontrabass) und Wolfgang Stamm (Schlagzeug, Percussion) entführen in einen traumhaften Abend. Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert im Weingut statt.

Moselmusik Festival

Opus III. Aufgrund der großen Nachfrage sind die beiden Konzerte im Weingut von Othegraven am 31. August und 1. September in Kanzem bereits ausverkauft.

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TV-Moderatour Günther Jauch schenkt zur Musik der Trombone Unit Hannover sieben erlesen Weine aus.

Wer dennoch unbedingt dabei sein will, kann sich auf die Warteliste bei Ticket Regional eintragen.

Opus IV. Weine von Markus Molitor (Instagram-Foto unten) tanzen ebenso auf der Zunge wie Tango. Und wenn Denis Patkovic auf seinem Akkordeon dazu Werke des Argentiniers Astor Piazolla, Soler und Tajcevic spielt, steht die Welt für diesen Moment still. Sieben Weine kredenzt der Winzer des Jahres 2014 am Mittwoch, 21. und Donnerstag, 22. September jeweils um 19 Uhr im Weingut Haus Klosterberg in Bernkastel-Wehlen. Nur noch für Donnerstag sind allerdings Karten zu haben.

 

 

Das Weingut Molitor liegt mitten in der Weinlage Wehlener Klosterberg und wurde 2013 mit dem Architekturpreis Wein der Architektenkammer Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Es gehört zu den Spitzenweingütern an der Mosel.

Karten für das Mosel Musikfestival:

www.moselmusikfestival.de

Mythos Mosel – Eine Rieslingreise

11./12. Juni (Eröffnungsveranstaltung am 10. Juni in Traben-Trarbach, limitierte Plätze)
25 Stationen zwischen Ürzig und Pünderich an der Mittelmosel mit insgesamt rund 100 Weingütern von Mosel, Saar und Ruwer, die gemeinsam ihre Weine präsentieren. Von aufstrebenden Jungwinzern und neuen Entdeckungen bis zu international renommierten Traditionsbetrieben. Tageskarte: 30 €, 2-Tages-Karte: 50 €; einmal Eintritt zahlen, bei allen Stationen probieren.

Inklusive Bus-Shuttle zwischen den Stationen.

Tickets und weitere Informationen:
info@mythos-mosel.de

Mythos Mosel & Anmeldung

Wir laden Sie herzlich ein, die Veranstaltung zu besuchen.

Moselwein e.V.

Ansgar Schmitz
Geschäftsführer
Gartenfeldstr. 12a
54295 Trier
Telefon 0651 710280
Telefax 0651 71028-20
as@weinland-mosel.de
Weinland Mosel & Anmeldung

„Vom Idealisten für den Individualisten“ lautet das Motto des Weingut Albert Kallfelz in Zell-Merl an der Mosel

Text: Jens Hoffmann

Als Rheinländer gehörte das Weingut aus Zell-Merl schon immer zu meinen Lieblingsweingütern.

Die spritzigen Rieslinge von Albert Kallfelz sind ein schöner, fruchtiger und harmonischer Genuß.

Steillagen machen viel Arbeit, sind aber auch eine Kulturlandschaft mit unvergleichlich fruchtbaren Mikroklima. Frucht,  Säure und Mineralität stehen bei den verkosteten Rieslingen im Vordergrund.

Kallfelz

Meine Favoriten sind die eleganten Weine des Weinguts. Uns gefallen das Große Gewächs des Merler Fettgarten.

Der „fette“ Boden des Fettgartens ist ein guter Wassespeicher. Das Ergebnis ist ein vollmundiger, reifer und sehr eleganter Wein. Wunderbar.

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Auch der Merler Königslay-Terrassen Wein weiss zu gefallen, ein hoher Schieferanteil, der Boden ist sehr trocken und speichert kaum Wasser. Das Ergebnis ein trockenes,  herbes Aroma.

Er punktet durch Säure und große Eleganz. Man schmeckt die  Schiefermineralik bei jedem Schluck.

Hier wird der Unterschied gemacht, der aus einem guten Riesling eben einen vorzüglichen. edlen Moselriesling macht.

Zum Weingut:

Kallfelz bewirtschaftet in den besten Lagen an der Schnittstelle zwischen der Mittel- und der Terrassenmosel. In den Steillagen mit hohem Schiefergehalt wachsen die charaktervollen Trauben, die die Kallfelz Weine so wertvoll machen. Die Königslay-Terrassen sind die Spitzenlage des Weinguts Kallfelz, die Steilstlage grenzt an die Ausläufer des Hunsrücks, der Boden aus Quarzitschiefer speichert die Sonnenenergie und sorgt für volle Traubenreife bei gleichzeitiger Bewahrung moseltypischer Frische und Spritzigkeit.

Der überwiegende Teil der Weine wird direkt ab Hof an Privatkunden und die Gastronomie verkauft.Das Weingut schneidet seit Jahrzehnten bei unabhängigen Tests hervorragend ab.

Uns konnten sie auf dem Weinforum Trier im Januar 2016 begeistern und wir vergeben noch ein paar Silber und Goldmedaillien dazu.

Fazit: Eine schöne Verkostung von grossartigen Riesling Weinen geht zu Ende.

Man „trinkt“ den 500-jährigen Erfahrungsschatz.

Anm.: Die Tatsache dass man vom Weingut Kallfelz wenig liest, liegt wohl darin begründet, dass es keiner Werbung bedarf.

Prost.

Kallfelz Riesling

 

Text: Jens Hoffmann

Landpartien machen immer Spass und das Frankenland ist wahrlich eine Reise wert, traumhafte Weingüter, kompromisslos geradlinige Weine, herrliches Essen, Kultur und viele Bademöglichkeiten, dies alles findet man entlang der Mainschleife.

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Dazu gab es 28 Grad und Sonnenschein.

Nach vielen Sommerreisen ins Ausland ist es besonders schön den diesjährigen Sommer in Deutschland zu verbringen.

Die Region Unterfranken kannte ich zudem bislang nicht besonders gut und es war beeindruckend zu sehen wieviel Natur, romantische Plätze und schöne Weinhänge sie bietet.

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Unsere Reise began in Frickenhausen, einem der ältesten Weinorte der Region. Es liegt eingebettet in das enge Maintal. Zur Geschichte, die Bischöfe von Würzburg förderten den Weinbau und erhobenen Frickenhausen zum bischöflichen Tafelgut. Frickenhausen wurde dadurch zum Villenvorort des Würzburger Adels.

Wir wohnten in Frickenhausen im “Meintzinger”, Hotel und Weingut.

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Eine mittelalterliches Hideaway perfekt mit modernen Hotelstandards kombiniert macht das Hotel beinahe zur Luxusherberge. Jedenfalls erwartet den Gast etwas mehr als eine normale Hotelübernachtung.

http://www.hotel-meintzinger.de

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Der “öffentliche” Kühlschrank des Hotels ist prall gefüllt mit schönem Silvaner, Rieslingsekt, Weissburgunder und rotem Dominawein. Was man verzehrt schreibt man an. Es fällt leicht sich wohlzufühlen im Meintzinger und wir nehmen sogar noch ein Bad am Sommersitz der Würzbürger Fürstbischöfe.

Die Familie Meintzinger setzt wie fast alle Winzer der Region auf die Rebsorte Silvaner, aber wie bereits angemerkt gibt es auch ausgezeichneten Weissburgunder, Riesling und auch schöne rote Domina Weine. Die Weine lagern in einem Kellergewölbe aus dem 15. Jahrhundert direkt unter uns.

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Frankenweine verbinden Tradition mit Moderne, sie haben ein tolles mineralisches Aroma und schmecken einfach gut. Nach einigen Gläsern Silvaner, Riesling und Weissburgunder auf unserer grossen Terrasse mit schönem Holzboden haben wir gut geschlafen.

 Nach dem Frühstück ging es los nach Volkach.

 Bei der Vielzahl der Vorzeigeweingüter in der Region verliert man beinahe den Überblick. Die Traditionsweingüter Juliusspital, Bürgerspital, Staatlicher Hofkeller stehen für Genuss und werden bestimmt neue Weinfans begeistern.

Bei unserem ersten Weingutbesuch landeten wir direkt bei einem meiner Lieblingswinzer: Max Müller I. Das Weingut gehört seit vielen Jahren zu meinen Favoriten und ich freue mich jedesmal wenn ich im Restaurant eine Flasche Eigenart auf den Tisch gestellt bekomme.

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Max Müller I, Meintzinger, Rainer Sauer alle haben bereits viele Auszeichungen und Titel wie „Wein des Jahres“ und „Best of Gold“ und viele Sterne erhalten und dies nicht ohne Grund. Frankenwein und Bocksbeutel prägen weite Teile der Genusslandschaft und des Lebens hier. Was sie aber alle so beliebt und erfolgreich macht wissen wir nun auch: Geschmack, Weinfreunde, Lust und Leidenschaft für Weine ohne Zuchthefen, die so die Filigranität der kargen Böden widerspiegeln und dazu einladen den Silvaner, Grauer Burgunder, Weisser Burgunder, Eschendorfer Lump Riesling neu zu entdecken.

Zum Eschendorfer Lump kommen wir später.

Max Müller I “Eigenart” den mag ich einfach, er hat bei mir fast den gleichen Stellenwert wie ein Glas Champagner. Der hauseigene Silvaner gefällt mir so gut, dass wir uns davon ein Fläschchen schnappen und fahren mit Rainer Müller in die Weinberge. Das zweite Gläschen tranken wir dann im Weingut an den Steilhängen.

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Die Zeit vergeht wie im Flug, wir müssen weiter zur Vogelsburg.

Gemütliche Restaurants findet man im Frankenland unzählige, viele Weinstuben mit alten Täfelungen, Holztischen grossartige Biere und Weine, ideale Orte um einzukehren.

Unsere Restaurant für den Mittagstisch überrascht aber auch den weitgereisten Reisejournalisten. Das Restaurant Vogelsburg. Von der Terrasse der Vogelsburg eröffnet sich dem Besucher der schönste Panoramablick über die Mainschleife mit ihren Weinbergen.

Die Vogelsburg thront auf dem Escherndorfer Lump, einer steilen Paradelage für ökologischen Weinbau. Dem Wirtshaus angeschlossen ist die Kirche Mariä Schütz, und im benachbarten Konventhaus wohnen wohl noch immer Augustinerschwestern, deren Orden die Vogelsburg viele Jahre bewirtschaftete. Die Schwestern übertrugen die Vogelsburg auf die Stiftung Juliusspital, einer der Gründe warum deren Weine auf der Karte stehen. Geschmackliche Gründe sprechen wohl auch dafür.

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Der Ausblick auf den sich windenden Altmain und die Speisekarte hält, was sie verspricht. Ich ass eine Leberknödelsuppe und einen Saibling, dazu erneut Silvaner. Vorzüglich, den fränkischen Sauerbraten hätte ich gerne auch noch probiert.

Natürlich gibt es in einem fränkischen Lokal auch etliche einheimische Spezialitäten wie Leberkäse, Schäufele  oder besagten fränkischen Sauerbraten. Waller, Zander, Hecht, Saibling, Karpfen, Forelle stammen direkt aus dem hauseigenen Bassin. Das macht Lust auf weitere Besuche. Die Vogelsburg und das zugehörige Hotel bekommt auf meiner Reiseliste einen Platz ganz oben.

 Das nächste Etappenziel heisst Nordheim am Main. Mit der Fähre begleitet von drei Autos und einigen Fahrradfahrern gelangen wir über den Altmain dorthin. Hunderte Hektar Reben sind vom Fluss umgeben und stimmen uns ein auf Divino Nordheim, Rainer Sauer… Top Winzer im Schnelldurchlauf. Die Familie wartet in Frickenhausen auf den Papa mit Riesling Sekt. Die Zeit vergeht im Flug.

 Am nächsten Tag geht es weiter nach Würzburg. Würzburg ist eine Stadt zum Entdecken und Erleben, ein Mosaik von Lebensfreude, Zeitgeit und kulturellem Flair.

Wir besuchen die Residenz und sind gefesselt von so viel alter Baukunst.

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Balthasar Neumann schuf von 1720 bis 1744 das “Schloss über allen Schlössern“ und  der Venezianer Tiepolo über dem freigewölbten Himmel des Treppenhauses das größte Deckenfresko der Welt. Für die Deckenmalerie allein würde sich schon ein Besuch in Würzburg lohnen.

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Abends wird dann “gebridged”. Wir geniessen erneut wunderbaren Silvaner auf der Mainbrücke, live Musik und den lauen Sommerabend.

Leider stoppt ein lauer Sommerregen diesen Abend und wir kehren zurück in unser Hotel Rebstock.

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Was uns nicht besonders schwer fällt da das Hotel Rebstock sich auszeichnet durch herzlichste Gastfreundschaft.

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Sie haben außerdem das Konzept Open Bar – die Besucher nehmen sich Sonntags soviel Wein wie sie möchten – ins Leben gerufen, so dass wir den Abend gemütlich bei einem Riesling an der Hotel Bar ausklingen lassen.

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http://www.bestwestern.de/hotels/Wuerzburg/BEST-WESTERN-PREMIER-Hotel-Rebstock

Weiter gehts am nächsten Morgen zum Weingut Knoll. Hier wurde geradeein 14tägiges Weinfest gefeiert. Die Hausherrin empfängt uns dennoch mehr als herzlich und zeigt uns ihr Anwesen mit den neu gebauten modernen Häusern in denen Weinverköstigungen statt finden.

Wir sind begeistert nicht nur von dem wunderbaren Riesling Sekt auch die Architektur entspricht genau meinem Geschmack und passt perfekt in die Steilhänge des Weingutes.

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Hier sieht man deutlich wie aufwändig der Weinbau in Steillagen ist und dass Weinbau eine Menge Arbeit macht, Es ist einfach schön den Wanderweg durch die Weinberge zu gehen, die Aussicht über Würzburg zu geniessen und die Arbeit der Winzer zu schätzen.

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Auch hier stehen die Winzer für naturnahen und qualitätsorientierten Weinbau, der zeigt, dass die fränkische Weinbautradition in die Moderne aufgebrochen ist.

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Ein schöner Ausflug in die Hochburgen deutscher Weinkultur geht am Bahnhof Würzburg zu Ende.

Lifestyle, Wein und Kultur, das Ziel zu geniessen war die Vorgabe und wir haben es perfekt umgesetzt.

Unterkunft: Meintzinger, Rebstock

Infos:

Fränkisches Weinland Tourismus, Turmgasse 11, 97070 Würzburg, Telefon: 0931/37 23 35, Internet: www.fraenkisches-weinland.de

Tourismusverband Franken, Wilhelminenstraße 6, 90461 Nürnberg, Telefon: 0911/94 15 10, E-Mail: info@frankentourismus.de, Internet: www.frankentourismus.de

Vogelsburg, 97332 Volkach, www.vogelsburg-wirtshaus.de

Weingut Lisa Bunn – Margarethenhof in Nierstein/Rheinhessen.

Text: Jens Hoffmann.

Der Riesling vom Roten Hang ist ein edler Tropfen und das klassische Beispiel für die grundlegende Beeinflussung des Weins durch den Boden

Eine weltweit einzigartige Bodenformation aus rotem Ton-Sandstein. Der ‘Rote Hang’ bildet den Steilabfall des rheinhessischen Plateaus an der Grenze zwischen dem Mainzer Becken und dem Oberrheingraben. Die roten Gesteine aus dem Raum Nierstein-Nackenheim werden wegen ihres isolierten Vorkommens als „Nierstein-Formation“ bezeichnet.

In diesem Steilhang direkt über dem Rhein entstehen wahrlich schöne Weine und ich bin seit langem ein Fan der Weine dieser Lage. Das Weingut Bunn produziert Burgunder wie Weißburgunder, Grauburgunder und Chardonnay. Das besonderes Aushängeschild sind die Rieslinge vom Roten Hang.

Die Reben des Roten Hanges bringen besonders feinfruchtige Weine hervor. Hier passiert so einiges auf dem Rotliegenden, die „rotliegenden“ Weinbergslagen bringen Weine von besonderer Rasse hervor.

Das besondere Klima des Roten Hangs in Nierstein wird geprägt durch die Hangneigung der Weinberge nach Süden, die Reben können die Wärme der Sonne ideal nutzen, da die Sonnenstrahlen im rechten Winkel einfallen.

Der Boden enthält viel Eisen, ist karg, die Wurzeln tief und der Wein zeigt ausgeprägte, fast feurige Bodenaromen.

Das alles macht den Roten Hang für mich zu einer der großen Lagen der Welt.

Die Sonne scheint zumeist mit mediterraner Intensität und Trockenheit.

Beim Weingut Bunn gibt es auch Rotweine, diese repräsentieren unterschiedliche Typen und reichen vom Dornfelder bis zum St. Laurent.

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Fruchtgeprägte Rebsorten wie Müller-Thurgau, Silvaner, Gewürztraminer, Huxelrebe und Scheurebe ergänzen das Sortiment.

Hier werden Weine mit einzigartigem Wiedererkennungswert geschaffen, uns überzeugten Mineralität und Würze.

Lisa Bunn gelingt es eine elegante Balance herzustellen, dies liegt auch daran dass die Weine vom Margarethenhof spät gelesen werden. Mit langer Maischestandzeit und Spontangärung lassen sich die feinen Unterschiede der Lagen ausarbeiten.

Die ehemalige Rheinhessische Weinkönigin setzt dabei auf die unverwechselbare Herkunft ihrer Weine.

Mir gefällt besonders der 2014 Riesling Hipping, aber auch der Grüne Silvaner.

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Dem gesamten Redaktionsteam hat die Verkostung -mit Fischbegleitung- Spass gemacht.

Ein grossartiger Abend.