„Wenn ich irgendwohin passe in Berlin, dann hierher, nach Kreuzberg“, findet Dietmar Müller Elmau.

An den Oranienplatz, als Geschäftsführer und Teilhaber des Oriania.Berlin. 

Es gibt 41 Zimmer und Suiten. Unter dem Dach aber auch einen Literatursalon, in der Lobby eine Bühne. Ohne den obligatorischen Festakt –  zeigt uns Dietmar Müller-Elmau worum es ihm vor allem geht: ein offenes Haus, in dem sich das kulturelle Leben dann von ganz alleine einstellen soll. 

Alles, wofür er zeitlebens gekämpft hat, die Freiheit, zu sein, wie man will, und den Anderen leben zu lassen, wie er will. Nachdem die Sandstein-Fassade des früheren Plus-Supermarktes sichtbar wurde gab es Gentrifizierungärger. Klar! Von jeher hat Dietmar Müller-Elmau sich gegen andere aufbegehrt. Auch gegen den Konformismus des Andersdenkens.

Dietmar Müller-Elmau ist im Schloss geboren und aufgewachsen. Seit seiner Jugend rebellierte er, endlich einen Ort zu haben, wo der Geist nicht lahmgelegt, sondern angeregt wird. Eine neue Welt zu schaffen in der man Gast sein möchte.

Sein Opa hätte nicht gerne gesehen, was sich sein Enkel immer schon als Rückzugsorte ausgedacht hat. Weltentrückte Zufluchtsstätten,  Sanatorien für den Geist.

Elmaus Freund ist der Anwalt Dietrich von Boetticher, hat ihm das Gebäude gezeigt, das er erworben hat.

Es gab bereits Pläne, aber Elmau Müller wollte eine Bühne haben. Diese Bühne ist nun das Zentrum dessen geworden, was sich Orania.Berlin Hotel nennt.

Ein Steinway-Flügel steht auf der neuen Bühne. Müller-Elmau wollte einen Rückzugsort für Leute, die am liebsten selbst in Kreuzberg wohnen. Das klang verlockend. Ist doch der beste Zweck eines Hotels der, Privatsphäre zu erzeugen, wo man nicht zu Hause ist.

Mehr als die Hälfte des Berlin-Tourismus – 33,2 Millionen Übernachtungen im vergangenen Jahr – kommt lieber in Privatwohnungen unter als in den 530 Hotels.

Die Angst hier ist groß, dass eine Welt zerstört wird für eine andere, glanzvollere, in der man selbst nicht mehr dauerhaft bleiben kann. 

Damit die Nachbarschaft mehr von seinem Hotel habe, will man das der Buchladen gegenüber seine Lesungen künftig im Hotel veranstalten solle. 

Die meisten Musiker, die in seinem Schloss in Bayern auftreten, wohnen ohnehin in Berlin. Für sie ist dieses Stadtdomizil vor allem gedacht. Als Haus, in dem sie essen, proben, sich aufhalten, spielen und andere Musiker treffen können. 

Ein guter Künstler komme nur dahin, wo ein guter Künstler und ein guter Koch seien. Ein Rezept, das sich seit hundert Jahren bewährt hat.

Und vielleicht wird auch Kreuzberg das Orania bald mögen.

 

The Ritz-Carlton in Wolfsburg

Das The Ritz-Carlton in Wolfsburg befindet sich direkt in der Autostadt.

Die Autostadt liegt in unmittelbarer Nähe des ICE-Bahnhofs und ist auch fußläufig über eine Brücke schnell zu erreichen, sie versprüht einen industriellen Flair und bekommt durch das Ritz-Carlton Wolfsburg einen eleganten Charme.

Der Ort ist mehr als das Headquarter des Volkswagen-Konzerns und Werksabholadresse für Neuwagen: VW hat hier ein sehr modernes und großzügig angelegtes Areal geschaffen.

Die Gebäude der Autostadt sind in ein parkähnliches Gelände mit viel Grün, Kunst und Kultur eingebettet.

Im Jahre 2000 eröffnete hier das The Ritz-Carlton Wolfsburg. Auf dem Weg zum Hotel spürt man die Veränderungen der Strassen über die Jahre -von Holzwegen, Kopfsteinpflaster, bis hin zu modernen Autobahnen.

Das 5-Sterne Luxushotel mit seinen 147 Zimmer und 23 Suiten ist halbkreisförmig erbaut und im Stile eines zeitlos eleganten Boutiquehotels eingerichtet. Standesgemäß parken vor dem Haus schöne Autos wie ein Phaeton und ein Lamborghini – die Sportwagenmarke zählt auch zum Portfolio von VW.

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Die großzügige Lobby empfängt mit viel Design. Soweit das Auge reicht ausgesuchte Innenarchitektur. Es gibt einige Entwürfe der französischen Innenarchitektin Andrée Putmann.

Im Haus regieren warme Farben, die Muster und Farbgebung der Teppiche sind gut gewählt, man findet viel Holz und große Glasflächen. Die Beleuchtung ist dezent gestaltet und man erkennt überall die Handschrift von Madame Puttmann. Ihre Kreationen verleihen dem Hotel einen sehr offenen und einladenden Gesamteindruck.

Der Blick über die Wasserflächen, die das Hotel vom Kraftwerk des VW-Werks trennen ist einzigartig.

Hinter der Lobby und dem Frühstücksraum “Hafenterasse” erschließt sich ein Blick auf den hauseigenen Outdoor Pool – dieser hat beinahe olympische Ausmaße. Die Wassertemperatur beträgt ganzjährlich 30 Grad und lädt bei jedem Wetter zu einem Bad ein.

Neben dem Spa mit Ruheraum und Massageräumen befindet sich das hoteleigene Fitnessstudio. Mit dem Namen “Kraftwerk“ wird beschrieben worum es hier geht.

Jedes dieser Kraftwerksgeräte bietet die Möglichkeit, das eigene Mobiltelefon anzuschließen und seine Werte upzuloaden.

Auf der vierten Etage befindet sich der Ritz Carlton Club. Die Gäste genießen hier einen persönlichen Concierge-Service mit separatem Check-in und Zugang zur Club Lounge. Er offeriert schöne Weine und kleine wechselnde Speisen über den gesamten Tag.

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Jedes Zimmer im Ritz Carlton bietet das Raum-im-Raum-Konzept: Die Kopfenden der Betten sowie die gegenüberliegenden  Sofas  sind mit lederbespannten  Highboards  umrahmt, was beim Gast den Eindruck erweckt, das zwei Klammern Bett und Zimmercouches miteinander verbinden. Der Charme luxuriöser Wohnkultur weht auch in den Suiten. Die grossen Tische lassen sich als kommunikativer Mittelpunkt für Meetings, als Arbeitsplatz und zum Essen nutzen.

Der Themenpark Autostadt (autostadt.de) bietet ebenfalls eine ganze Menge, auch für Gruppen und Kinder: Museen, Restaurants, Autos und den Verkehrsgarten. Für Erwachsene gibt es das Outdoor Gelände Training mit dem Touareg.

 

Fazit: Das Ritz-Carlton Wolfsburg ist ein Hotel für jede Art von Gast.

Contributed by Jens Hoffmann.

Ulrich Rasche macht Büchners Drama in Frankfurt zu einem Revolutionsdrama.

„Dantons Tod“, ein purer Genuss als Maschinenrotationswerk im Operngroßformat. Die Choreographie geht durch Mark und Bein. Eine grossartige Choreographie. Zermürbend. Berührend. Oft alles zugleich. Wow.

Der Regisseur Ulrich Rasche, geb. 1969, wohnhaft in den Paul-Lincke Höfen in Berlin, tritt in die Fußstapfen von Schleef.

 

Er schafft Theater-Zeremonien, in denen sich Körper, Sprache, Musik und Rhythmus ritualhaft verbinden. So sehr man sich dagegen sträuben mag – man kommt dem Sog schwerlich aus. Auch jetzt wieder, bei „Danton“. Man ist beeindruckt nach diesem fast zweieinhalbstündigen Theater der Revolution. Aber mehr noch ist man künstlerisch und existenziell durchgeschüttelt, aufgerüttelt, beeindruckt. Wie von einer höheren Gewalt.

Rasche hat kolossale schwarze Walzen in den Bühnenraum schaffen lassen.

 

Walzen, die sich unablässig drehen. Auf ihnen: die Schauspieler in permanenter Laufbewegung. Nur wer mitläuft, stürzt nicht ab. Ewiges Vorwärts. Die Akteure sind zur Absicherung an Seilen befestigt, dadurch wirken sie wie lebende Marionetten an Strängen. Passend zu Dantons Erkenntnis: „Puppen sind wir, von unbekannten Gewalten am Draht gezogen, nichts wir selbst.“Das Stück spielt in der Schreckenszeit nach der Französischen Revolution, als der Tötungsmechanismus sich verselbständigt und das Volk hungert. Robespierre, der „Blutmessias“, will die Sache durchziehen bis zum bitteren Ende. Aber Danton ist des Mordens müde.  Musikalisch angetrieben und gefühlsbombastisch verstärkt wird der theatrale Dauerlauf von zwei Cellisten links und zwei Gitarristen rechts am Rand. Dazu gibt es auf der hinteren Walze drei dunkel gewandete Sänger, die genauso vorwärts marschieren wie die Schauspieler, während sie in höchsten Tenortönen summen, singen oder Choräle anstimmen.

Den Soundteppich hat der amerikanische Komponist Ari Benjamin Meyers gewoben, der in der Kunstszene gerade sehr gefragt ist, weil er mit Raum, Dauer, Wiederholungen experimentiert und Musik als performatives Medium begreift. Sie wiegen einen in Trance, hypnotisieren, elektrisieren, und sie sind auch penetrant.

„Dantons Tod“ als monströs-mechanistisches Wortoratorium. Alle Revolutionen dieser Welt, auch die jüngst wieder gescheiterten, scheinen darin auf, das ewige Zerschellen menschlicher Utopie an politischer Doktrin. An Fanatismus und Fatalismus. Für Individualität, Intimität, psychologische Einfühlung oder die Auslotung von Beziehungen ist in Rasches Werkhalle kaum Platz. Es obwaltet stark und beklemmend der Geschichtspessimismus, das große Ganze, das zähe Mühlwerk aller Politik. Einige Schauspieler, allen voran Torben Kessler als glutvoller Danton und der tänzelnde Nico Holonics als Robespierre, gewinnen trotzdem Prototypen-Profil.

Zwischendurch droht der Abend, sich in seiner Monotonie zu verfangen. Aber er fängt sich – und die Zuschauer – immer wieder und steigert sich zu einer todesorgiastischen, dunkel poetischen Schlusschor-Offensive. „Nieder mit Danton“, skandiert das Volk. Luciles herzbewegender Abschied von ihrem Camille, die baumelnden Leichen am Strick, die weitermarschierende Masse. So endet die Inszenierung als schmerzvolles Requiem auf die Revolution. Im Dunkeln klingt die E-Gitarre nach.

Der Abend war fantastisch. Danke, Uli.

Rom, April 2015.

Gerade erst am Flughafen « Internationale Leonardo da Vinci di Fiumicio » gelandet und dank des Hotel-Shuttles und der etwas exzentrischen Lage des Hotels im Süden der Stadt, befinden wir uns 20 Minuten später schon in der Lobby des « Sheraton Roma », ohne mit dem römischen Verkehrchaos konfrontiert zu werden.

Das 1983 errichtete Hotel war das erste Sheraton Italiens und konnte sich schnell als Konferenzhotel behaupten. Es zählt heute zu einem der besten römischen Konferenzzentren.

Sheraton

 

Uns gefällt der 70er Jahre Stil, die große Lobby und uns überkommt ein Gefühl von Weltoffenheit. Tatsächlich eignet es sich hervorragend für die MICE Industrie und als Location für jegliche Events & Veranstaltungen, denn auf der 4160 Quadratmeter großen Fläche befinden sich 23 Tagungsräume, von denen der Größte bis zu 2000 Personen empfangen kann.
Die Farben sind schlicht und diskret gehalten – Braun-, Beige- und Grüntöne überwiegen. Von 2010 bis 2013 wurde es von Grund auf renoviert und verfügt jetzt auf 6 Etagen über 640 Zimmer , davon 12 Suiten, und uns erwartet eins von den 121 Club Lounge-Zimmern im 5. Stock.
Wir checkten ein im Zimmer 5083 und genossen kurz darauf die Lounge.

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Als Club-Lounge Gäste haben wir Zugang zur Club Lounge im 6. Stock und dort empfängt man die Gäste mit besonderen Aufmerksamkeiten – ein dem Kunden nahes Check-in und Check-out, ein im Zimmerpreis inbegriffenes kontinentales Frühstück, diverse Erfrischungsgetränke, Kaffee-und Teeangebote, leckere Weine, Snacks, Süppchen und Salate – alles, was das Herz begehrt.

Wir genießen Spritz-Time mit Oliven auf der Dachterrasse und profitieren von den letzten Sonnenstrahlen des Tages. Die Landschaft ist sattgrün und in der Ferne erblicken wir Eukalyptusallen. Von der nahen Autobahn und Schnellstraße hört man nichts – dafür erblickt man, in unmittelbarer Nähe, das « Colosseo Quadrato » , das unter dem Namen « Palazzo della Civilità de Lavoro » im allgemeinen bekannt ist, ein monumentaler Bau der Mussolini-Zeit.

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Wir befinden uns nämlich mitten im EUR-Viertel, jenem Viertel, das für die 1942 geplante Weltausstellung zum zwanzigsten Jahrestag der Machtübernahme Mussolinis (1922) geplant wurde. Sein Name leitet sich von dieser, aus verständlichen Gründen, nicht stattgefundenen Veranstaltung ab : Esposizione Universale di Roma.

Heute ist der EUR-Stadtteil Verwaltungsbezirk, Sitz zahlreicher privater Unternehmen und ist ein beliebtes Wohnviertel mit guten Verkehrsanbindungen. Bald wird es in diesem Viertel eine neue Attraktion geben : « La Nuvola – Nuovo Centro Congressi dell’EUR » des italienischen Stararchitekten Massimiliano Fuksas.
Wolke
Eigentlich sollte die Wolke aus Glas und Stahl schon 2013 eröffnet werden, aber ewige Baustellen sind in Rom nichts Neues und wie uns der Baustellenleiter, der uns kurz auf die Baustelle liess, sagte, wird es wohl noch zwei Jährchen mit der Eröffnung dauern.

Unterdessen ist die Baustelle futuristische Kulisse für Modedesigner und andere Events.

Wir mögen die üppig bewachsenen Grünflächen des Viertels und bei geöffnetem Fenster weckt uns am frühen Morgen das Vögelgezwitscher.
Die Nacht war fantastisch – in den unglaublich komfortablen Sheraton Sweet Sleeper Betten schläft es sich gut.
Voller Vorfreude machen wir uns auf die Spuren des antiken Roms. Zweitausendjährige Denkmäler, faszinierende Ruinen einer alten Kultur befinden sich auf der Strecke vom Kolosseum zum Kapitol.

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Und auch das Meer schickt seine Boten.

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Am Petersdom war es uns etwas zu voll und uns zog es lieber in den Bezirk Flaminio im Norden Roms. Mitten in dieses Kasernen- und Mietskasernenareal des späten 19. Jahrhunderts ist Zaha Hadid eingebrochen. Dort wurde das Zentrum für zeitgenössische Kunst eröffnet. Der Gebäudekomplex mit dem zweideutigen Akronym MAXXI (Museum of Art for the XXI Century) und seinen fast 30.000 Quadratmetern legt sich wie eine verflochtene Haut über das Areal. Hadid hat das alte Militärgelände vom Zwang des rechten Winkels befreit. Uns gefällt es hier sehr.

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Wir mögen Kontraste und sagen der ewigen Stadt „Ciao“

Bella Roma, wir sind hoffentlich bald wieder da.

Die Reise wurde unterstützt vom Sheraton in Rom.

Infos & Buchung hier:

Sheraton / Roma

 

Destinationsreport  von Jens Hoffmann.
Ankunft Ben Gurion Airport, 26 Grad. Als Presse-Reisegruppe kommt man schnell durch die Visa-Schlange. Das Visum gibt es ausgedruckt, wohl auch um keine Probleme bei einer Weiterreise in die umliegenden 21 arabischen Staaten zu bekommen.

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Wenn in Berlin bereits der Winter da ist, blühen in Israel noch viele Pflanzen und Blumen. Offiziell wohnen nur eine halbe Millionen Menschen in der Stadt, die mondäne Metropole wirkt aber viel grösser und mit den umliegenden Vierteln rechnet sie sich auf drei Millionen Einwohner hoch.

In Tel Aviv spielt sich alles am Strand ab. Man trifft sich an der Strandpromenade, zum Flanieren, Volleyballspielen und sogar zum öffentlichen Tanzen am Wochenende. Hier stürzen sich die Touristen und Israelis auch im November ins Mittelmeer, genau wie im Sommer bei hohen Wellen.

Wenn die Sonne untergeht, beginnt die Party, die Menschen leben draußen wie in asiatischen oder südlichen Metropolen, hier genießen die Menschen das Leben und feiern gern. In Jerusalem wird gebetet, in Haifa gearbeitet und in Tel Aviv gelebt. Stimmt vollkommen und ist noch nicht einmal ein polemischer Allgemeinplatz. Unser Hotel ist das Herods Tel Aviv.

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Der Blick von der 18. Etage des Herods Hotels Tel Aviv gewährt mir einen fantastischen Blick auf ein blaues beruhigendes Meer und die Skyline der Stadt.

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Das wunderschöne Herods thront direkt am Strand und unten sonnen sich Touristen und Israelis in der Novembersonne. In Tel Aviv genießt man jeden Tag, ohne zurück oder nach vorn zu schauen.

 

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Es kommt wie es kommt, man tanzt öffentlich mit jedem der möchte und ist fröhlich.

Die Stadt ist angekommen und ist eine vibrierende Metropole. Normal in Tel Aviv ist, dass die Menschen auf der Wiese im Hayarkon-Park liegen, Beachvolleyball spielen, Skateboard fahren und dass man fast rund um die Uhr ausgeht, eine Klagemauer sucht man hier vergebens. Diese befindet sich wonaders. Hier findet man schöne, modernisierte Designbauten und auch das Wohnhaus des Staatsgründers David Ben-Gurion.

Food & Architekturfreunde kommen auf ihre Kosten.

Tel Aviv Food

Die weiße Stadt hat unzählige Gebäude im Bauhausstil. Nicht umsonst ist Tel Aviv seit 2003 Weltkulturerbe und bietet mehr als den legendären Carmel-Markt. Aber auch dieser ist ein bunter Ort, an dem man alles findet, gefakte Sportsachen von Adidas, Gebetsglocken, Elektrowaren, Datteln, Avocados, Nektarinen und Trauben in allen Variationen. Hier gehen alle Menschen hin und freuen sich, dass alles nur die Hälfte kostet.

Tel Avivs Charme ist das Unvollendete. In den Jahren nach der Staatsgründung 1948 kamen so viele Juden nach Tel Aviv, dass sehr schnell gebaut wurde. Viele Häuser müssen heute renoviert werden, weil die Menschen Lust auf schöne Häuser und Lifestyle haben, oder weil die Meerluft den Beton bröseln lässt. Die Nachfrage nach Wohnraum in Tel Aviv ist so groß, dass Mieten und Kaufpreise das Niveau des großen Bruders in Manhattan erreicht haben.

Viele Menschen wohnen deshalb in Jaffa, dem arabischen Viertel, das mittlerweile ein eigener Meltingpoint geworden ist. Jaffa ist der neue Süden von Tel Aviv. Hier wohnen die Studenten, Kreativen, Startupler und Künstler und das nicht nur, weil sie sich die Mieten im Zentrum nicht mehr leisten können. Hier findet man noch etwas anderes als die Wolkenkratzer, die in Tel Aviv dominieren.

Auch in Jaffa wird viel renoviert, Apartmentanlagen mit Swimmingpools auf den Dachterrassen gebaut und es ist schick, im alten Jaffa essen zu gehen. In den Restos hängt Kunst aus der ganzen Welt. Wir haben in dem trendigen Restaurant Fleamarket gegessen. Loftcharakter, ausrangierte Turngeräte, offene Küche und hervorragende Fischgerichte, es gab Sashimi, Seabass und schönen Weisswein. Perfekt – danach ging es noch in eine Bar names Rothschild 12 auf dem gleichnamigen Boulevard.

 

Später liefen wir nach Hause ins Hotel. Dies dauerte etwas länger, es war aber ein fantastischer Nachtspaziergang. Den Style des Herods Tel Aviv, der Blick auf die Skyline und den Beach von Tel Aviv werde ich nicht so schnell vergessen.

 

Großartig, das wird mein November Hideaway.

Spirituelle Momente im Herods Dead Sea Hotel am Toten Meer.
Contributed by Jens Hoffmann.

Berlin –Tel Aviv.

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Der Flug dauert nur vier Stunden. Hier erwarten uns 27 Grad, Sonne, Party, Hochkultur und westlicher Lifestyle. Die Stadt bringt spielerisch scheinbar unvereinbare Gegensätze zusammen; das merkt man schon am Airport.

Dies werde ich aber erst auf dem Rückweg erleben, denn jetzt geht die Reise erst einmal zum Toten Meer. Auf ans andere Ende von Israel, zum tiefsten Punkt der Erde, auf zum Herods Dead Sea Hotel. Neben 100 Kilometern von der Westküste zur Ostküste sind es etliche Höhenkilometer, die es zu überwinden gilt. Unser Ziel liegt nämlich 423 Meter unter dem Meeresspiegel.

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Nach zwei Stunden taucht der Küstenstreifen am Toten Meer auf. Hier, wo sich das oft zitierte Sodom und Gomorrah befindet, empfängt uns das Herods Dead Sea hell beleuchtet und mit warmen, samtweichen Wind. Es liegt direkt am Strand in der Nähe des Mount Sodom und verfügt über 215 komfortable Zimmer mit Balkon und Blick auf das Tote Meer. Auch ein Besuch in Masada stand auf dem Programm.

 

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Die frühere jüdische Festung Masada liegt am Südwestende des Toten Meeres, sie ist heute Teil des Nationalparks und wurde 2001 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.
Masada liegt zwischen Totem Meer und Judäischer Wüste, ungefähr 2 Stunden Autofahrt von unserem Hotel entfernt.  Zurück zu unserem Hotel, es ist ein Fünf-Sterne-Haus der israelischen Fattal Gruppe, die in Deutschland vor allem durch ihre Leonardo Hotels bekannt sein dürfte. Um die diese Gegend zu verstehen, muss man ein paar Dinge wissen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERADas Tote Meer heißt so, weil es aufgrund des 30 prozentigen Salz- und Mineralgehaltes keine Lebewesen enthält. Die großartige Tragkraft des Wassers rührt von seinem Salzgehalt. Man darf nur 15 Minuten im Wasser bleiben, jeder große Schluck Meerwasser könnte tödlich sein.

 

Die Sonne, die das ganze Jahr scheint, und auch die sauerstoffhaltige Luft wirken einfach restlos entspannend. Direkt nach meiner Ankunft lege ich mich auf die Liege meines riesigen Balkons und trinke ein Gläschen aus meinen “Welcome Drink”- einer Flasche schönen israelischen Rotweins. Ungewöhnlich, ein sehr vollmundiger Cabernet Sauvignon.

Am Abend gibt es dann ein schönes Buffet und Kennenlernen diverser koscherer Zubereitungsformen. Die Menschen in Israel trennen Milch und Fleischspeisen und überhaupt ist hier vieles anders. In der Küche gibt es sogar einen Überwacher der sorgsamen koscheren Zubereitung. Auch ungewöhnlich, dass der Küchenchef Jordanier ist.

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Jordanien liegt genau gegenüber – unweit entfernt – und somit gehört der Chef de Cuisine einer anderen, der muslimischen Religionsgruppe an. Feine Kulinarik rundeten den Abend ab und ich fiel in süße Träume. Die ganze Atmosphäre das Licht, der Gerucht, die Farben ist einzigartig in dieser spirituellen Region. In meinen Träumen begeleitet mich die Erkenntnis, das hier die Stelle ist, wo der Jordan in das tote Meer fließt und Jesus getauft wurde.

Nach dem Früchstück geht es bei strahlendem Sonnenschein nach Masada, eine von Herodes erbaute Festung, eine gigantische Felsenburg am Rande der Wüste. Der Ort des letzten jüdischen Aufstandes gegen die Römer und des schaurigen Massenselbstmordes seiner Verteidiger. Masada gehört zu den am sorgfältigsten untersuchten Ausgrabungsstätten Israels und ist in vieler Hinsicht faszinierend. Im Jahr 2001 wurde die Stätte zum Unesco Weltkulturerbe erklärt.

 

Dann zurück zum Hotel. Im Bus das große Thema: das Tote Meer. Momentan verliert dieses pro Jahr einen Meter Tiefe und zieht sich immer weiter zurück. Wer die Küstenstraße entlangfährt, sieht Hotels, die einst mit “Zugang zum Meer” gepunktet haben – heute bringen Elektro-Caddys die Gäste zum hunderte Meter entfernten Ufer. Mit Wasser aus dem Roten Meer könnte dies verhindert werden.

Die Wasserfläche ist um ein Drittel geschrumpft. Die rettende Idee: Wasser aus dem Roten Meer! Ob es hilft ist ungewiss. Es könnte das Tote Meer wieder auffüllen und nebenbei die Wüstenregion mit entsalztem Trinkwasser versorgen. Durch Pipelines soll Wasser vom Roten Meer südlich der Sinaihalbinsel ins Tote Meer fließen. Hierfür müssten sich Jordanien, Israel und Ägypten an einen Tisch setzen. Das Verbindungsprojekt könnte Aushängeschild eines Friedensabkommens im Nahen Osten werden und viel Geld in die Kassen spülen.

Bei uns ist die Welt noch in Ordnung. In unserem Fünf-Sterne-Haus haben wir direkten Zugang zum Wasser und es ist wirklich lustig – das Wasser ist dermaßen salzhaltig, dass Schwimmen unmöglich ist. 1:0 fürs Salzmeer, wir ergeben uns dem Mineraliengehalt und treiben wie Flaschenkorken mit den Köpfen nach oben im Wasser.

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Natürlich nicht länger als 15 Minuten pro Badegang.

Es hat Spaß gemacht im Herods Dead Sea Hotel.

Ich komme gerne wieder.