Ab Sommer 2027 fährt in Deutschland der Frecciarossa, der Hochgeschwindigkeitszug der italienischen Staatsbahn.
Wow!
Von Berlin bis nach Neapel (ab 2028).
Dann fahren im Fernverkehr nicht nur die weißen ICE’s, die grünen Flixtrain und die blauen České dráhy, sondern auch die roten Züge der italienischen Staatsbahn Trenitalia.
Good bye Auto.

Der Rote Pfeil, der Hochgeschwindigkeitszug von Trenitalia, wird ab Sommer 2027 München mit Rom und Mailand verbinden.
Ab Dezember 2028 wird Trenitalia und der österreichischen ÖBB noch weitere DEstinationen anbieten.
Dann werden die Züge von Berlino bis nach Neapel fahren.
Wow!
Insgesamt fünf tägliche Direktverbindungen zwischen Deutschland und Italien sind geplant.
Auf der Strecke München–Mailand sind Stopps in Innsbruck, Bozen, Verona und Brescia vorgesehen.
Auf der InnoTrans stand ein Zugteil des Frecciarossa 1000.
Trenitalia bietet seinen Reisenden gleich vier verschiedene Komfortstufen an: Executive, Business, Premium und Standard.
Die Einrichtung des Executive-Bereichs erinnert an eine First Class in Flugzeugen: breite, bequeme Drehsessel mit viel Beinfreiheit. Die Business-Abteile sind mit der 1. Klasse im ICE vergleichbar: Dort dürfen sich die Reisenden auf breite Ledersitze in einer sogenannten 2+1-Konfiguration freuen.
Das heißt, auf der einen Wagenseite befindet sich ein Doppelsitzer, auf der anderen ein Einzelsitz.
Größere Gepäckablagen sind wie in den neueren ICE der Deutschen Bahn mitten im Wagen verteilt. Punkten will Trenitalia vor allem mit dem Service. Zwar gibt es im Zug keinen Speisewagen, dafür aber ein Bord-Bistro. In den Executive- und Business-Bereichen werden Speisen und Getränke direkt am Platz serviert.
Insgesamt soll der aus acht Wagen bestehende Zug 462 Fahrgästen Platz bieten.
Nachdem der Frecciarossa bereits von Millionen von Fahrgästen in Frankreich und Spanien geschätzt und genutzt wurde, wird er bald auch deutschen und österreichischen Reisenden zur Verfügung stehen und ihnen die Möglichkeit bieten, eine neue Art des Reisens zu entdecken und zu erleben, die Komfort, Qualität und Geschwindigkeit vereint.
Für Sabine Stock, Vorstand Personenverkehr der ÖBB, wird der neue Zug „Europa auf der Schiene näher bringen“.
Sie hob vor allem den umweltpolitischen Aspekt der Kooperation hervor. „Wir freuen uns über jeden, der mit dem Zug statt mit dem Auto durch Österreich nach Italien fährt, denn das entlastet den empfindlichen Naturraum der Alpen.“
Auch Michael Peterson, DB-Vorstand Personenfernverkehr, begrüßte das neue Angebot. „Über 300 europäische Verbindungen bieten wir mit unseren Kooperationsbahnen bereits an. Unsere neue Route von München nach Mailand und Rom bringt hier noch mehr Schub. Und die Rückendeckung der EU-Politik bestärkt uns zusätzlich darin, das Angebot für unsere Fahrgäste kontinuierlich um starke neue Verbindungen quer durch Europa auszubauen“, sagte er bei der Präsentation des Frecciarossa auf der InnoTrans. Die Erfahrung der letzten Jahre zeige, dass sich Reisende trotz der teilweise langen Fahrzeiten mehr Direktverbindungen auf der Schiene ins europäische Ausland wünschen. Peterson verwies auf die guten Erfahrungen mit der vor zwei Jahren gestarteten ICE-Direktverbindung zwischen Berlin und Paris. Trotz einer Fahrzeit von mehr als acht Stunden seien die Züge mit 75 Prozent gu
Die Fahrzeit auf der neuen Direktverbindung zwischen München und Mailand soll laut Bahn rund sechseinhalb Stunden sowie zwischen München und Rom acht Stunden betragen. Reisende aus der Bundeshauptstadt dürfen bei der Linienverlängerung ab 2028 noch etwa vier Stunden hinzurechnen. Das ist die Zeit, die aktuell ein Sprinter-ICE bei der Fahrt über die Hochgeschwindigkeitstrasse zwischen Berlin und München benötigt. Schneller soll es erst mit der für 2032 avisierten Eröffnung des Brenner-Basistunnels werden. Der 55 Kilometer lange Eisenbahntunnel zwischen Innsbruck und Franzensfeste in Südtirol soll die Fahrzeit im Vergleich zur derzeit genutzten Bahntrasse über den Brennerpass um mindestens eine Stunde verkürzen.
Ursprünglich war der Start des neuen Angebots bereits für den Fahrplanwechsel im Dezember 2026 angekündigt. Inzwischen ist von einer Premierenfahrt „im Spätsommer 2027“ die Rede. Hintergrund sind die aufwendigen Zulassungsverfahren, die nötig sind, bevor ein Zug in einem anderen Land fahren kann. Hitachi Rail, der japanische Hersteller des Frecciarossa 1000, sowie Alstom Antriebssysteme müssen dazu zahlreiche technische Anpassungen am Zug vornehmen. Notwendig sind etwa zwei zusätzliche Stromabnehmer für das deutsche 15.000-Volt-Bahnstromsystem. Außerdem ist in Deutschland eine sogenannte Magnetschienenbremse vorgeschrieben. All die neue Technik muss vor dem Fahrgasteinsatz bei rund 1000 Testfahrten erprobt werden. Die Fahrten haben Anfang September begonnen.
