Ein Champagnerdinner mit Besserat de Bellefon im Restaurant Weinrot des Savoy Hotel in Berlin

Von Jens Hoffmann

Das Savoy Hotel in Berlin ist eines meiner neuen Lieblingshotels in Berlin. Der Baustil ist puristisch und elegant. Das passt perfekt zu unserem Dinner im Restaurant Weinrot.

Schnell versteht man, es wird ein fröhlicher Abend mit Champagnerbegleitung.

Teil des Geschmacksfeuerwerk war Fisch. Gebratenes Garnelentartar und Loch Duart Lachs wurden serviert. Die Teller sahen farbenfroh aus und unzweifelhaft enthält das Meer viel Genuss.

Nur wenige Komponenten wurden auf einem Teller zusammengebracht, aber die haben es in sich.

Die Fischerichte waren sinnlich – optisch wie geschmacklich.

Im Glas hatten wir einen Besserat de Bellefon Cuvée des Moines und Blanc des Blancs Grands Crus, Blanc de Noir.

Dies waren perfekte Begleiter für den Genuss aus dem Meer. In der Nachbetrachtung habe ich vielleicht etwas den Überblick über die Paarungen verloren

Aber eins weiß ich noch, alles war sehr stimmig.

Danach ging es mit einem Rosa Kalbstafelspitz weiter. Walnuss und Schalottenragout dazu. Auch hier war das Spiel an Komponenten gelungen. Dazu tranken wir einen Besserat de Bellefon Cuvée des Moines Vintage 2006er. Die Säure gefällt mir, ein aussergewöhnlicher Champagner mineralisch, präzise spannend und eine gute Kombination.

Zum Dessert kein Kaffee, wir bleiben beim Champagner. 

Cuvée des Moines Rosé.

Eine gute Wahl, wie alles bei diesem Dinner. 

Prost.

Ein wunderbares Baba au Rhum, Safranchutney mit Joghurt Espuma lassen mich dahinschmelzen.

 Ein schönes Ende. 

Fazit:

Die geschmacklichen Kombinationen haben uns immer wieder überrascht, die Präsentation der Gerichte war gelungen. Es schmeckte vorzüglich. Die Speisen waren leicht und übersichtlich, nie gab es zu viele Komponenten auf dem Teller. Alle Gerichte waren präzise und aromenintensiv.

Information:

http://www.weinrot-restaurant.com

 

Anmerkung: Die Historie des Savoy Hotel

Es blieb vom Krieg verschont und wurde danach für kurze Zeit als englisches Hauptquartier benutzt. Seit den 50er Jahren wird es als Hotel betrieben. Im Laufe der Jahre  wurde es um 30 Zimmer und eine Bar („Times Bar“) erweitert. Diese zählt heute bei Zigarrenrauchern zu den besten Adressen in Berlin. In den 1980er Jahren entstand die „Bel Etage“ im Obergeschoss, 12 Zimmer mit schönen Dachterrassen bieten den vielzitierten „Room with a view“.

Ein herrlicher Ausblick über die Stadt, der bestimmt auch Romy Schneider, Henry Miller, Mara Callas, Greta Garbo, Heinrich Böll und Thomas Mann gefallen hätte die früher zu den Stammgästen zählten.

Wir kommen wieder.