Heute:

Unterwegs in Europa – im Herzen der Toscana

Sanfte Hügel, angenehmeTemperaturen, Zypressen und Olivenbäume. Dazu viele Aromen, Düfte, Farben, Weine, Käse und Schinken. Feines Essen und schöne Weine gehören einfach dazu.

Ich liebe die Toskana – ein zauberhafter Ort der Stille und des Friedens.

Schamane des Reisens in der Toscana Italien

Mein Reiseziel ist Siena. Die Stadt war früher aufgrund seiner strategischen Lage an den wichtigsten Handelswegen, eine der mächtigsten Städte Mittelitaliens.

Zahlreiche kriegerische Aktivitäten führten dazu das Siena im Jahr 1555 ihre Unabhängigkeit verlor und Teil des von den Medici in Florenz beherrschten Großherzogtums Toskana wurde. 

Das zur Geschichte.

Das Objekt meiner Begierde ist diesmal nicht der Palio di Siena, das aufregendste, kürzeste Pferderennen der Welt, sondern einfach Chianti Cassico.

Für die Dauer des Palio verwandeln sich die Contraden in gegnerische Stadtrepubliken der Palio fand bereits im 12. Jahrhundert statt. Die Regeln wurden 1721 festgelegt und seitdem kaum geändert. Für hohe Gagen heuert man Jockeys an, die ohne Sattel reiten. Am frühen Abend beginnt das Finale. 

Wenn das Siegesbanner gegen 18 Uhr vor dem Rathaus aufgestellt wird, endet der Einlass in den Zuschauerbereich im Inneren der Rennbahn. Wer in den Cafès oder einem der umliegenden Häuser am Campo keinen Platz bekommt, verfolgt das Geschehen im Fernsehen. Früher hat die Privatbank „Monte dei Paschi“ das Rennen finanziert, nun zahlen die Sienesen den Wettkampf aus ihren Kassen. Dem Rennen geht der von Trommelschlag und Posaunen begleiteter „Corteo storico“ voraus.

Wenn dann der Startleiter, den Umschlag mit der Startreihenfolge öffnet, wird es still. Die Pferde tänzeln aufgeregt hin und her und schlagen aus, was, Fehlstarts eingeschlossen, bis zu einer Stunde dauern kann.

Sieger ist das erste Pferd, das die Piazza dreimal umrundet hat – ob mit oder ohne Reiter. Der Sieg allein zählt.

In Siena gibt es nur Schwarz oder Weiß – wie die Farben des Stadtwappens und das Zebramuster des Doms.

Am Tag darauf sieht man Erwachsene Schnuller tragen: So geben sich die Sieger zu erkennen, denn das Siegesbanner wird auch „Cittino“ (Kindchen) genannt.

Schamane des Reisens in der Toscana Italien

Schön war es in Siena. Über allem herrscht hier die Natur, hier können die Menschen in Ruhe und friedvoller Atmosphäre ihren Chinati Classico genießen.

Photo: @Reisehappen & J. Hoffmann