2. März 2020

Ich nehme es vorweg, es war wie immer besonders schön.

Das Restaurant Kochu Karu und Tempelköchin Jeong Kwan gewinnen den Publikumspreis, Anja und Carsten Schmidt wurden als Förderer der Genusskultur ausgezeichnet und Jörg Wörther für sein Lebenswerk prämiert.

Die kulinarischen Köstlichkeiten der Abschlussgala:

Andreas Michelus, Holycrab!
Benjamin Biedlingmeier, Caroussel
David Schubert, kochZIMMER
Johann Kreter, Die Brodstätte
Florian Glauert, DUKE
Wolfgang Keller, AXICA

Gutgelaunt feierten 230 Gourmets und FeinschmeckerInnen zusammen mit Senatorin Ramona Pop sowie vielen PartnerInnen und Freunden im spektakulären Ambiente der AXICA den Abschluss des Feinschmeckerfestivals eat! berlin 2020.

Ausgezeichnet wurden auch dieses Jahr besondere Persönlichkeiten:

Für sein Lebenswerk der erste österreichische Koch des Jahrzehnts, Jörg Wörther, als Förderer der Genusskultur die Gastronomen Anja und Carsten Schmidt, den Publikumspreis 2020 erhielt das Restaurant Kochu Karu.

Im Berliner Restaurant Kochu Karu servieren Bini Lee und José Miranda Morillo seit 2012 koreanisch-spanische Küche. Beide verbindet eine Freundschaft zu Jeong Kwan, der zenbuddhistischen Nonne, die durch eine Netflix Episode der bekannten „Chefs Table“-Serie weltbekannt wurde. Jeong Kwan gilt als eine der besten Köchinnen weltweit, sie wird von Gastrokritikern gefeiert – und die jahrtausendealte Tempelküche ist der Trend in Sachen kulinarische Zukunft. An zwei Abenden während der eat! berlin haben sie und José Miranda Morillo zusammen gekocht, das hat den Gästen so gut gefallen, dass der Publikumspreis 2020 der Veranstaltung Tempelküche verliehen wird.

Förderer der Genusskultur 2020 werden die Gastronomen Anja und Carsten Schmidt. Nicht nur mit ihren Weinläden Schmidt und dem Restaurant Rutz sind sie seit vielen Jahren in Berlin an der gastronomischen Spitze. Das Schmidt Z&KO, das sie zusammen mit Ralf Zacherl und Mario Kotaska betreiben, ist aus Schöneberg nicht mehr wegzudenken. Und nun eröffnet das Neue Zollhaus, das jüngste Konzept, welches die beiden Gastronomen zusammen mit dem Zweisternekoch Marco Müller in Herbert Beltles ehemaligem Altes Zollhaus vorstellen.

Der Preis für das Lebenswerk geht 2020 an Jörg Wörther. Der österreichische Koch des Jahrzehnts wurde seinerzeit 1990 von Christian Millau und Joël Robuchon persönlich ausgezeichnet. Sein Restaurant Jörg Wörther im Schloss Prielau gehörte über Jahre zu den besten Restaurants in Österreich. Als Designer für Kochmesser, gastronomischer Berater für Johann Lafer und Dietrich Mateschitz ist er über die Grenzen des Alpenlandes hinaus bedeutend.

Dass diese neunte eat! berlin wie schon im Jahr davor über 70 Veranstaltungen in elf Festivaltagen auf die Beine stellte und diese reibungslos funktionierte, lag auch daran, dass Wirtschaftssenatorin und Bürgermeisterin Ramona Pop und die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe eat! berlin seit zweieinhalb Jahren fördern. 72 Veranstaltungen an fast ebenso vielen Orten und weit über 100 Köchinnen und Köche – mit mehr als 700 Punkten im Gault&Millau und 55 Michelin-Sternen. eat! berlin im Kiez Angebote in neun Berliner Bezirken, über 50 Winzer (30 davon VDP.Weingüter) – Die beständig hohe Qualität, die das doch recht kleine Team der eat! berlin Jahr für Jahr an Organisation leistet, macht sich bezahlt.

Neben deutschen Stars wie Christian Bau, Alexander Herrmann und Boris Rommel reisen nun immer mehr Köche auch aus dem Ausland an. So kochten in den vergangenen Tagen die Dreisterneköche Heinz Beck und Dani Garcia zur eat! berlin. Aus Österreich kamen Andreas Mayer und Vitus Winkler, Reto Lampart und Cornelius Speinle aus der Schweiz, Frankreich entsandte David Rathgeber, Julien Diaz und Nicolas Gautier, Montenegro war mit Chef Zeljko Knezovic dabei und Schweden mit Kathrin Baake.

Roberto Cortez kochte bei Stefanie Hering in der Porzellanmanufaktur, Abdullah Sobah (Best Chef of the Maldives) bei Tim Raue und Jeong Kwan im Kochu Karu – diese drei hatten die weitesten Anreisen: aus L.A, von den Malediven und aus Südkorea. Festivalleiter Bernhard Moser zieht eine positive Bilanz: „Wenn ich auf die Anfänge zurückblicke, macht es mich stolz, was aus diesem Festival geworden ist“, sagt Moser, „inzwischen sind wir auch im Ausland so bekannt, das hochdekorierte Sterneköche gerne an ihrem freien Tag anreisen, um mit uns einen besonderen Abend zu feiern.“ Er werde das Festival weiterentwickeln und zu einem kulinarischen Weltereignis machen.

Die nächste eat! berlin findet vom 25. Februar bis 7. März 2021 statt.

Die Preisträger der eat! berlin 2020:

Publikumspreis: Restaurant Kochu Karu und Tempelköchin Jeong Kwan – Laudatoren Anja Antonowicz und Alexander Dressel, Hotel Bayerisches Haus, Gewinner Publikumspreis 2019

Preis Förderer der Genusskultur: Anja und Carsten Schmidt, Restaurant Rutz, Schmidt Z& KO, Neues Zollhaus und Weinladen Schmidt. Laudator Bernhard Moser, Festivalleiter eat! berlin

Preis Lebenswerk:  Jörg Wörther, erster österreichischer Koch des Jahrzehnts 1990. Laudator Michael Berling, ein ehemaliger Kollege und FreundGewohnt charmant moderieren

Gewohnt charmant moderierten Daniel Finger und Sven Oswald von radioeins zum fünften Mal die Abschlussgala.

 

VDP.Weingüter
Reichsgraf von Kesselstatt
Weingut Schätzel
Weingut Schloss Proschwitz  
Weingut Stigler in Ihringen am Kaiserstuhl
Weingut Robert Weil   

MENÜ & WEINE

Amuse – Andreas Michelus

BOUILLABAISSE von der CHINESISCHEN WOLLHANDKRABBE / POCHIERTER WELS aus REGIONALEM WILDFANG / BRUNNENKRESSE / ZITRONE
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Vorspeise – Benjamin Biedlingmaier
FAUX GRAS 
KARAMELLISIERTER FENCHEL / PASSIONSFRUCHT
Reichsgraf von Kesselstatt, 2018 Scharzhofberger Kabinett feinherb VDP.Große Lage
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Zwischengang – David Schubert
HEILBUTT / PETERSILIE / KAPERN / LIMONE
Weingut Proschwitz, 2018 Grauburgunder GG VDP.Große Lage
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Hauptgang – Wolfgang Keller
KALBSFILET mit ANISLACK / BETE / TOPINAMBURCREME
Ihringen Winklerberg, 2015 Spätburgunder GG VDP.Große Lage Pagode
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Dessert – Johann Kreter & Florian Glauert 

Weinbegleitung:


Weingut Robert Weil,  2016  Kiedrich Gräfenberg Riesling Eiswein VDP.Große Lage

Informationen

http://www.gasag.de