Ein Artikel von Jens James Hoffmann
Die Stadt ist ein großartiges Reiseziel, und wenn Sie sich für La Liga, Oper, Kunst und die lokale Küche interessieren, ist Valencia genau das Richtige für Sie.

Sprechen wir zuerst über Paella. In Albufera wird Reis (eben für die Paella) angebaut.
Die Gewässer und der Fluss um Albufera floss einst mitten durch die Stadt, das ausgetrocknete Flussbett wurde bepflanzt und für den Reisanbau genutzt.
Heute bildet es eine grüne Ader, die den Norden und Süden der Stadt trennt.
Valencia ist wohl die einzige Stadt der Welt, in der dies gelungen ist, und es ist eine großartige Idee.

Hier fühlt man sich schnell wohl.
Und hungrig geht niemand ins Bett.
Überall finden sich viele feine Restaurants.
Sie servieren alle authentische Meeresfrüchte und eben Paella.
Los gehts!
Bevor ich zur Paella kam, musste ich erst einmal eine Suppe und ein Gericht mit Langusten und Tintenfisch essen.
Das war genussvoll, ein feiner Start.
Dann ging es los mit der Paella.
Sie wird traditionell in einer Kupferpfanne serviert.
Mir wurde gesagt, dass eine echte Paella nur aus Reis, Hühnchen und Kaninchen bestehen sollte.
Kein Fisch und keine Meeresfrüchte.
Das wusste ich nicht.
Am anderen Ende befindet sich eine Ansammlung beeindruckender moderner Gebäude, entworfen vom valencianischen Architekten Santiago Calatrava.
Dort steht auch das Opernhaus. Man könnte hier problemlos Tage verbringen, aber wir haben noch einige Restaurants zu testen.
Zum Abendessen gehen wir in das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Restaurant Vertical.
Durch die riesigen Fenster habe ich einen herrlichen Blick auf die nächtliche Stadt, und das Degustationsmenü vereint Tradition und Moderne.
Mir schmeckt das Foie Gras und das 72 Stunden lang geschmorte Rindfleisch sehr gut.
Aber am feinsten war das Mangoldrisotto mit Iberico-Schinken.
Wow! Zu jedem Gang wurden passende regionale Weine serviert.
Dann ab in die City. Auf der Liste der Dinge, die man unbedingt gesehen haben muss, stehen die Altstadt und die Kathedrale aus dem 13. Jahrhundert.
Ihr größter Schatz ist der Heilige Gral, der Kelch, aus dem Jesus angeblich beim letzten Abendmahl getrunken hat.
Cheers, der wunderschöne Zentralmarkt ist der beste Ort, um frische Meeresfrüchte wie Seeigel zu probieren.
Außerhalb der Stadt wachsen Kaki und allerlei Gemüse.
Das beste Abendessen hatten wir in einem normalen Restaurant, nur einen kurzen Spaziergang vom Zentrum entfernt.
Dort gab es Gerichte wie hausgemachter Frischkäse mit Mojama (gesalzenem Thunfisch) und Mandeln.
Ich war schon satt, esse aber mit viel Genuss Porco Loco mit einer Sobrassada Sauce ( Wurst aus Mallorca) mit Freude auf.
Das Dessert aus Horchata-gebratenem Brot und Zimteis war wunderbar.
Wir sind dann mit dem Bus zum Strand gefahren.

Dann los ins Casa Montaña.
Das Restaurant besteht seit über 170Jahren, und das merkt man.
Ein bisschen oldschool, aber es gibt hervorragenden marinierten Thunfisch, Ziegenkäse mit Honigpaprika und einfach Tintenfisch mit Zwiebeln aus der Konserve.
Mit schönem Brot ein Genuss.
Als Nächstes folgten Nudeln mit Garnelen, Kaviar und fein gewürfelter Tintenfisch.
Der gewürfelte Tintenfisch sorgte für einen angenehmen Biss.
Zum süssen Finale: Erdnussbiskuit gefüllt mit dunkler Schokoladencreme.
Das alles auf einem Bett aus gehackten Erdnüssen mit Kokoseis.
Me gusta Valencia.
Im Stadion von Valencia (vs Athletico Madrid) war ich auch.

Ich freue mich schon auf die Rückkehr.
