Mit dem Mont Blanc Express unterwegs im Wallis
Text: Jens Hoffmann

Die Reise ist mehr als das Ziel, manche Bahnlinien verbinden Städte und Regionen.
Andere Züge verändern den persönlichen Horizont und den Blick auf die Landschaft.
Der Mont-Blanc Express gehört zur zweiten Kategorie.
Martigny im Wallis und Chamonix sind nur fünfzig Kilometer auseinander – und doch war es eine Reise durch mehrere Welten.
Zunächst zieht uns eine sehr steile Standseilbahn fast senkrecht den Hang hinauf.
Wow.
Jeder findet hier ein Grund, um sich für das Wallis und den Mont-Blanc-Express zu entscheiden.

Dieser Zug ist einfach einzigartig. Ich liebe Weinberge und auch der langsame Lauf der Rhône haben mich schon immer begeistert.
Das Tal verengt sich, der Zug folgt dem Weg, der sich tief in den Granit gegraben hat.
Felswände rücken näher, Wasserfälle stürzen in die Schlucht, den Mont Blanc habe ivh im immer im Visier.
Wunderbar.
Die Alpen übernehmen die Regie in meinem persönlichen Wallis Film.
Der Mont-Blanc und auch der Mont Blanc Express haben es nicht eilig.

Hinter jeder Kurve öffnet sich ein neues Bild: dunkle Holzhäuser, schmale Viadukte, schäumende Gebirgsbäche und dazu die ersten Blicke auf das Mont-Blanc-Massivs.ie Fenster werden zu Logenplätzen. Wer hinausschaut, versteht, warum manche Bahnstrecken längst selbst zum Reiseziel geworden sind.
In Le Châtelard endet die Eisenbahn – und ein neues Zugabenteuer beginnt.
Die VerticAlp Emosson verbindet drei Züge bzw. Bahnen Bahnen zu eiiner Choreografie des Aufstiegs.
Den Mont Blanc (4807 Meter) haben wir weiterhin immer im Blick.

Dann folgt eine kleine Panoramabahn, die gemächlich über Almen und Felsrücken gleitet.

Das große Mont Blanc Finale übernimmt eine Mini-Standseilbahn, bevor sich plötzlich der Blick auf den riesigen Stausee – Lac d’Emosson – öffnet.
Der See liegt auf über 2.000 Metern Höhe und ist wunderschön.
Sein fast unwirkliches Türkis kontrastiert mit dunklem Gestein, Gletschern und den weißen Gipfeln des Mont-Blanc-Massivs. Der mächtige Staudamm wirkt hier weniger wie ein Triumph der Technik als wie eine Randnotiz.as größte Abenteuer beginnt für mich erst jetzt.

Mit der Zipline, einer Seilrutsche 200 Meter über dem Boden geht es bergab.
Der Blick auf den Mont Blanc, den höchsten Berg Europas ist inkludiert.

Wow.
Voll mit Dopamin kann ich das schöne Lunch danach kaum geniewßen.
Die Berge setzen wieder mal den Maßstab.
Wer dem Uferweg folgt, begegnet nicht nur einer eindrucksvollen Hochgebirgslandschaft.enige Minuten oberhalb des Sees führen versteinerte Dinosaurierspuren Millionen Jahre zurück in eine Zeit, als hier subtropische Lagunen lagen.
Wow, nirgendwo liegen Erdgeschichte und Gegenwart so nah beieinander.
Am Ende bleibt die Erinnerung an eine Reise, die selbst für den erfahrenen Reisejournalisten kaum zu toppen ist.
Der Mont-Blanc Express gehört auf jede Reiseliste.
Fazit: Bahnfahren ist im Wallis mehr als nur Fortbewegung.
Im Wallis erreicht man eine andere Welt.
Die Landschaften ziehen wie ein Film vorbei.
Ich komme ganz schnell wieder zurück.
Informationen und Reservierung:
Meine Recherchereise wurde vom Tourismusverband Valais/Wallis Promotion unterstützt.
Der Inhalt dieses Artikels ist davon unbeeinflusst.
