Zu Besuch in der Hauptstadt der Paella.

Valencia, die drittgrößte Stadt Spaniens, ist immer einen Besuch wert.

La Liga, schwimmen im Meer, viel Kultur und Architektur.

Gut essen und vor allen Dingen die Paella gehőrt auf die Bucketlist.

Am besten isst man im Mercado de Colon – dort findet man allerlei Leckereien wie Seeigel.

Und natúrlich die Paella, die Valencianer haben eine besondere Beziehung zu ihr.

Valencia ist die Heimat des beliebten Reisgerichts.

Wobei die Anfänge ein paar Kilometer weiter südlich liegen, in der Albufera.

Ab April locken dort dufendende Orangen und Kakis.

Die Albufera ist ein Naturpark mit einem Süßwassersee, dessen Wasser die umliegenden Reisfelder speist.

Es waren die Mauren, die den Reisanbau in Spanien eingeführt haben.

Reis ist nicht gleich Reis.

Es sind vor allem drei rundkörnige Varianten aus der Albufera, mit denen eine Paella gelingt.

Die teuerste Sorte ist der Bomba-Reis, der bis zu 1,20 Meter hoch wird und im September zuerst geerntet wird, wenn er denn dem Wind standgehalten hat.

Kleiner und ertragreicher ist der Senia-Reis.

Albufera-Reis schließlich, der Dritte im Bunde, ist eine Kreuzung der ersten beiden Sorten.

Das Wichtigste beim Reis:

Er soll das Aroma der Zutaten aufnehmen, aber nicht kleben.

Weiter gehts, wir suchen nach einem schőnen Restaurant.

Und nicht in Valencia City, sondern in Albufera.

Inmitten der Reisfelder liegt El Palmar.

Einige Restaurants säumen die Straßen des langgezogenen Dorfes mit seinen 800 Einwohnern, darunter das «Bon Aire».

Es liegt etwas abseits, am Rande der Reisfelder.

Im «Bon Aire» bekommt man die Paella mit Kaninchen, Hühnchen und auch mit Schnecken.

Es sind genau die Zutaten, die früher auch die Bauern zur Hand hatten.

Inzwischen hat das populäre Reisgericht längst Einzug in die Sterneküche gehalten.

Das Restaurant «Llisa Negra» in Valencia ist eines von mehreren Häusern von Quique Dacosta, der sich heute als einer der wenigen Köche in Spanien über drei Michelin-Sterne freuen darf – das freut die Geniesser in zivil.

In seiner Küche werden fast ausschließlich Produkte aus der Region verwendet.

Das gilt auch für die meisten Zutaten in den Paellas.

Sie werden in der Ursprungsform auf offenem Feuer zubereitet.

Der Koch legt immer wieder Scheite aus Pinienholz nach.

Dann ist die Paella fertig, die Reisschicht ist in der Pfanne nur einen Zentimeter hoch.

Der Reis hat die ganze Flüssigkeit aufgenommen.

Nun muss man ein wenig kratzen, um ihn vom Boden der Pfanne zu lösen.

Dieses «Socarrat», also die knusprige und leicht karamellisierte Schicht am Boden, ist der Beweis fúr eine richtig gute Paella.

Die größte Pfanne, die man am Stand vor der zentralen Markthalle von Valencia bekommt, misst 1,30 Meter, das reicht für 200 Geniesser.

Die Markthalle selbst, ein im valencianischen Jugendstil errichteter Prachtbau, ist ein Treffpunkt fúr Kulinariker.

Hier kauft auch Miguel Angel Pérez seine Zutaten, wenn er privat eine Paella bereiten will.

Beruflich kümmert sich der stellvertretende Direktor von Visit Valencia um Kulinarik in der Region.

Der World Paella Day findet alljährlich am 20. September in Valencia statt.

Vorgegeben ist nur eines: Der Reis muss aus Valencia kommen.

Ansonsten darf in die Pfanne, was die Küche des jeweiligen Landes hergibt. 

Die erste Gewinnerin, Chabe Soler, setzte sich im Finale durch.

Ihr Restaurant die «Villa Indiano befindet sich in einem alten Landsitz mit hohen, stuckverzierten Decken am Rande der Huerta, dem Garten- und Gemüseland rund um Valencia.

Soler hat sich der traditionellen Küche verschrieben und kooperiert mit Bauern aus der Umgebung, die ihr je nach Saison von Auberginen bis Zwiebeln alles liefern, was sie für ihre reisbetonten Gerichte benötigt. Die «Villa Indiano» ist einer der Orte, den man besuchen sollte, bevor es weitergeht.

Der Flughafen liegt im Vorort Manises -rund zehn Kilometer westlich- der Stadt.

Die Fahrt mit der Metro ins Zentrum dauert 20 Minuten.

Im März verabschieden die Valencianer mit den Fallas, dem Fest der Feste, lautstark den Winter.

In den Monaten Juli und August kann es sehr heiß werden, dann zieht es alle an die Strände der Stadt.

Informationen unter:

worldpaelladay.org/en

mercadocolon.es

visitvalencia.com.