Text: Jens Hoffmann

Wer auf der Suche nach besonderen Orten ist kommt am Oman nicht vorbei. 

Die Reiseindustrie ist immer auf der Suche nach Hideaways für die „Happy Few“. Diese begehrte Zielgruppe ist im Fokus von Investoren, Versicherungen und Reiseanbietern. 

Zweitausend Milliardäre und zwanzig Millionen Millionäre gibt es auf der Welt. 

Wow!

Einige davon möchten bestimmt einmal in den Oman reisen. Ich habe mir deshalb das Sultanat angeschaut, einiges gesehen und erfahren.

Im Oman gibt einen neuen Sultan namens Tariq Al Said. 

Er wird der neue Herrscher der Straße von Hormuz.

Als Mitglied der königlichen Familie hat er auch während des Studiums in England die Geschichte seines Landes im Südosten der Arabischen Halbinsel verfolgt. 

Als Minister hat er bereits die omanische Gesellschaft in die neue Welt geführt. 

Er gilt als weise und besonnen, die solide Thronfolge der Familie Al Said ist somit gewahrt.

Der Gigantismus, der in Dubai und den anderen Emiraten in den Himmel wächst, ist ihm fremd. Dem Tourismus gegenüber ist er positiv eingestellt.

Oman – das klingt exotisch und er ist es auch.

Ganz unten auf der Arabischen Halbinsel liegt der Oman, neben den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und Jemen. 

Riesige Wüstenlandschaften, steinige Gebirgszüge herrliche Sonnenuntergänge verzaubern uns in die Welt von Sindbad und Märchen aus 1001 Nacht.

Wir fliegen von Dubai nach Muscat. Die Hauptstadt liegt direkt am Meer – umringt von Wüstenbergen. 

Obwohl Muscat mit seinen angrenzenden Orten auf über 600.000 Einwohner kommt hat das eigentliche Muscat selbst nur 30.000 Einwohner, ein Scheichtum das eine angenehme Gelassenheit ausstrahlt.

Der perfekte Startpunkt für eine Stadttour ist das prachtvolle Opernhaus von Muscat, der glatt polierte Marmorboden vor dem Eingang strahlt im Sonnenlicht.

Ich bekomme Lust auf die Stadt und einen Opernbesuch. Von außen wirkt der Opernbau aus Marmor und Beton wie eine Festung der besonderen Art.

Gastauftritte berühmter Künstler wie Al Jarreau, Placido Domingo und die Wiener Staatsoper machten das Opernhaus bekannt. Der Sultan ist ein Liebhaber von Klassikmusik wohl auch deshalb finanzierte er den millionenschweren Bau der Oper. 

Ein eigenes Ensemble gibt es zwar noch nicht, aber es ist geplant und vielleicht kommt es dann auf die Bucketlist der Reisenden und der „happy Few“.  

Die Vielfalt ist gewährleistet, viele Rockmusiker und Opernstars haben Gigs zugesagt. 

Chapeau!

Typisch Oman – ein Spagat zwischen westlicher und orientalischer Kultur. Der Oman, der auf eine tausendjährige Seehandelstradition zurückblickt, will weltoffen sein und seine Schätze trotzdem bewahren. 

Vor fünfzig Jahren gab es hier nur ein paar Kilometer asphaltierte Straße. Inzwischen fährt eine wachsende Zahl Urlauber im Leihwagen durchs Land. 

Muscat ist weitläufig, es gibt kaum öffentliche Verkehrsmittel, deshalb braucht man ein Vehikel um Stadt und Land zu besichtigen.Ein ganz besonderes Erlebnis ist der morgendliche Ausflug zum Fischmarkt, es lohnt sich auch die Hafenpromenade entlangzufahren, den Souk besuchen und auch die Paläste und auch die Große Sultan-Qabus-Moschee muss man gesehen haben. Sie ist jeden Morgen außer freitags zwischen 8:30 und 11 Uhr für nichtmuslimische Besucher geöffnet. Bedeckende Kleidung nicht vergessen. Frauen müssen ihr Haar mit Tuch oder Schal verbergen. Weiter geht’s. Für Reisewütige gibt es viel zu sehen im Oman 70 Prozent des Oman sind Wüste. Eine Wadi-Oasen Besuch ist aufregend, die Wüste Wahabi weist die gleiche Pflanzen- und Tiervielfalt auf wie die großen Wüsten dieser Welt. Auch ein Badeaufenthalt in Muscat ist möglich. Das Land, seine Berge und die Stadt Mascat sind klassische Postkartenmotive. Wir checkten ein im The Dunes by Al NahdaDie Architektur des Hotels fügt sich wunderbar in die Wüstenlandschaft ein und man fühlt sich sofort zu Hause. In den arabischen Zelten sorgt die Klimaanlage für angenehme Kühlung. Naturmaterialen wie Leinen und Baumwolle in sanften Farben wie Creme und Cappucinobraun prägen das elegante Design. Das „The Dunes“ offeriert keine Zimmer und Suites, sondern 29 Zelte, die sich nur durch ein paar Quadratmeter Größe unterscheiden.Die Badezimmer sind geräumig mit Dusche und freistehenden Badewannen ausgestattet und stimmen ein auf den Infinity Pool des Resorts und einen Oasenbesuch. Ja, es gibt zahlreiche, gute Gründe sein luxuriöses Zelt zu verlassen. Von den vielfältigen Besuchsmöglichkeiten in Muscat habe ich ja bereits berichtet, eine entspannende Sandmassage im Sand & Spa im Dunes gehört dazu.

 

Durch die teilweise offenen Behandlungsräume weht der der arabische Wüstenwind. Beim Treatment im „Sand Spa“ erlebt man für 90 Minuten eine Heißsandtherapie, die auch für den weitgereisten Journalisten neu war. Die Wärme und Energie für den Sand wird von der Sonne geliefert. Sodann wird über den Sand langsam Wärme abgegeben, die der Körper genüsslich absorbieren kann. 

Spaß macht auch eine Spa Behandlung namens

„Sternstaub“. Ein exotisches Schönheitsritual, eine ganzheitliches 90 minütiges Peeling mit Mandelpulver und „Silver Star Staub“, der Körper wird geschrubbt und zu Samt poliert. Die Haut strahlt, man fühlt sich verwöhnt, im Einklang mit den Wüstensternen. Auch bei der Spa Behandlung „Arabischen Nacht“ wird das Gesicht belebt und repariert. Die körpereigenen Energien werden bei allen Behandlungen aktiviert und in die richtigen Bahnen gelenkt. Die Massagen mit ganzheitlichem Ansatz für körperliches und geistiges Wohlbefinden haben Spaß gemacht. Es blieben keine Wünsche offen. Wem der luxuriöse, aber nicht so pompöse orientalische Stil gefällt, der wird sich hier auf jeden Fall wohl fühlen. Goldene I-pads werden nicht gereicht, aber ein Transport mit dem Hotel Tuk Tuk zum Zelt ist um einiges aufregender, ein angenehmes Klima, frischer Wind bei Temperaturen von 24 bis 28°C lassen den Winter zu Hause vergessen.

Man kann den ganzen Tag die Aussicht auf die Wüste genießen, den feinen Infinity Pool erleben, mit dem Squad fahren oder einfach nur die Seele baumeln lassen und dem Hotel-Camel Abdoul sprechen. Danach genossen wir unser Diner im Hotelrestaurant. Malerisch in der Wüste gelegen. Kulinarisch bietet das Restaurant des Hotels ein abwechslungsreiches Angebot mit indischer und arabischer Küche zubereitet von Küchenchef Arup Sing Deo, 

Im Holzfeuer des Ofens wird indisches Roti gebacken, Dalle, Hühnchen und Lamm konnten uns überzeugen.

Die Beilagen sind so einfach wie genussvoll und Arup bietet auch Kochkurse an. Die Weinkarte ist umfangreich, man kann die erste Garde der internationalen Weine trinken. Das ist im alkoholfreien Oman schon ein wahres Highlight und eine Neudefintion von Geheimnissen kosten. Nach dem Dinner relaxt man mit Gin & Tonic. 

Wow! Wir sitzen unter dem Sternenhimmel und fühlen uns fernab von allem.

Fazit: Ein aufregendes Land, eine großartige Erfahrung, ein perfektes Hotel. Ich komme sehr gerne wieder.